Zutaten für 4-5 gute EsserInnen:
600 ml Milch
1 Prise Muskat
1 gehäufter TL Curcuma
400g Polenta
10g getrocknete Steinpilze
500g gemischte Pilze
3 Schalotten (oder 1 große rote Zwiebel)
2 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
2 EL Balsamico
2 EL Sherry
150 ml Obers
1/2 Handvoll Petersil
1 EL Rosmarinnadeln
2 kleine Packerl Mozzarella (400g?)
Salz, Pfeffer
Zubereitung: Milch mit 600 ml Wasser, 1 TL Salz, Curcuma, Muskat und etwas Pfeffer aufkochen. Polenta einrühren und unter ständigem Rühren ca. 15 Min. zu einem dicken Brei kochen. Dann auf einem Backblech ausstreichen. (Geht gut wenn man den Spatel immer wieder ins Wasser taucht, sonst pickt die Polenta.)
Steinpilze in 100ml kochendem Wasser einweichen. Gemischte Pilze putzen und (nicht zu) klein schneiden. Schalotten und Knoblauch fein würfeln. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Pilze (ohne Steinpilze) kräftig anbraten. Schalotten und Knofel dazugeben und kurz mitbraten. Mit Balsamico und Sherry ablöschen. Steinpilze mit Einweichwasser und Obers dazugießen, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und einmal aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, mit den Kräutern vermischen.
Backrohr auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorwärmen. Pilzmischung auf Polenta verteilen, mit Mozzarella belegen und ca. 15 Minuten gratinieren bis der Käse geschmolzen ist.
Vegane Variante: Milch und Obers durch Sojadrink und Sojacrene ersetzen und statt Mozzarella veganen Pizzaschmelz verwenden.
18 Löcher und keins davon zum Weitergraben, das versteht kein Hund. Mit vierbeiniger Begleitung Golf zu spielen, das nennt man Handicap Hund.
Golf spielen mit Hund hat einige Tücken. Vom Abschlag bis zum Ziesel. Wie das so ist mit der Sitz- und Platzreife für Hunde am heiligen Green erzählt die passionierte Golferin und Hundebesitzerin Alexandra Fiedler-Lehmann (GC Wienerberg, HCP -26).
Den find´nicht mal ich …
Eine 18-Loch Golfrunde mit An- und Abfahrt und Einspielen (sic!) hält keine Hundeblase durch. Zumindest keine weibliche. Also kommt, wenn sich kein freiwilliger Blasenentleerer findet, das Hunzi mit auf die Runde. Mit dem unsrigen ist das stets eine Herausforderung, die schon beim Einsteigen ins Auto beginnt. Kein Hund hat jemals gequälter geschaut, keiner kann vorwurfsvoller zwischen den Rücksitzen hervorhecheln und willkürlich Verwesungsgeruch verbreiten.
Wenn das Hunzi wieder aussteigen kann, ist alles wieder gut. Jippie! Weiße Bälle jagen! Ich hab’ die letzten 43 Mal zwar nicht dürfen, aber heute darf ich bestimmt!
Die Leine trübt die Stimmung ein wenig. Noch trüber wird sie, wenn Frauchen und Herrchen auf der Driving Range außerhalb der kynologischen Reichweite die potenziellen Beutekugeln mehr oder weniger weit schießen. Hunzi jammert so erbärmlich, dass es außer Sicht gebracht werden muss. Aus den Augen aus dem Sinn: Powernap.
Frisch ausgeruht geht´s endlich los. Die konzentrierte Ruhe, die stets am Abschlag herrschen sollte, ist mit dem Hunzi schwer einzuhalten, denn da, direkt vor seiner Nase, liegt das Objekt der Begierde: der Ball! Der Hund tänzelt, winselt und bellt erwartungsvoll. Wir wünschen uns, im gut gepflegten Rasen zu versinken, und raunen den Flightpartnern zu: „Das macht sie sonst nie, schwöre!“
Und wieder ein Abschlag. So viel Hoffnung in zwei Hundeaugen. Selbst wenn dieser erste, zweite, dreißigste Ball nicht zur Jagd freigeben wird, ist der nächste garantiert für den Hund bestimmt. Es folgen nahezu drei Stunden Leinenzerreißprobe, bevor sich die Zugkraft peu à peu verringert. Aus Müdigkeit, nicht aus Einsicht.
Sonderwertung Ziesel
Foto: BS Thurner Hof – wikimedia
Manche Plätze haben eine besondere Attraktion zu bieten: das Ziesel. Das ist ein ganz possierliches Nagetier, eine Mischung aus Eichhörnchen (Gesicht), Erdmännchen (stehen und schauen) und Schlange (fließende, flotte Fortbewegungsart). Es zwinkert dem Hund kokett aus 20 Metern Entfernung zu, grade dass es nicht winkt oder die Zunge zeigt, um sich dann pfeilschnell in einem seiner hundert Löcher zu versenken und hämisch zu lachen. Das hört allerdings nur der Hund. Gut zu vernehmen ist dagegen das stete Pfeifen der Tiere, das den Hund allein schon wahnsinnig macht. Die Präsenz einer Ziesel-Kolonie nagelt die Hundenase an den Boden (was bei nicht ideal proportionierten Hunden recht lächerliche Verrenkungen erfordert) und verstärkt die Zugkraft um 50 Prozent. Außerdem steigert sie die Ausdauer ins Unendliche, und zwar so lange, bis die Viecher nicht mehr zu riechen sind. Also erst im Auto auf dem Rückweg, wenn der Verwesungsgeruch, na Sie wissen schon …
Herausforderung: Wasser
Wir nehmen keinen extra Wasservorrat für den Hund mit. Wenn´s an etwas nicht mangelt beim Golf ist es das Wasser. Und obwohl diese Gewässer wahrscheinlich jedem Ökologen als flüssige Sondermülldeponie dünken, trinkt das Hunzi bisher unbeschadet daraus. (Willkürlich behaart und zerrupft war es vorher schon.) Aber was den fetten Karpfen und Goldfischen und Enten und Schwänen und Bisamratten und Fröschen keinen argen Schaden zufügt, wird unser Hunzi auch nicht umbringen.
A propos umbringen: Die Golfrunde ist aus. Es geht zurück zum Auto. Das Hunzi weiß: Das Ende naht. Wieder einmal.
Dieser Text erschien in der Golfrevue I/2016. Den Text in voller Länge finden Sie im Hundeguide „FRED & OTTO unterwegs in Niederösterreich“ von Hedi Breit, erschienen im Verlag FRED & OTTO im Dezember 2015, erhältlich um 14,90 Euro im Buchhandel.
Sámara – oder was Mel Gibson mit Fliegen zu tun hat
Sámara liegt ganz im Westen von Costa Rica auf der Halbinsel Nicoya. Hier ist es viel trockener als im Rest des Landes. Es gibt große Rinderweiden. Die Tiere werden teilweise noch von echten Cowboys betreut. Wir sind unterwegs zu unserer letzten Station: dem Flying Crocodile. Das ist der einzige Baustein unserer Reise, den wir nicht über das Reisebüro gebucht haben. Leon hat diese spezielle Location im Internet gefunden (danke Leon!). Er wollte unbedingt einen Gyrocopter-Flug machen und das wird im Flying Crocodile geboten.
Die Lodge liegt nicht direkt am Meer, aber das Meer ist gleich um die Ecke.
Eine riesige Bucht in die während der Regenzeit ein Fluss mündet. Auch hier die Warnung vor Krokodilen…
Die wenigen Pavillons der Lodge sind mit viel Liebe jeder einzeln designed. Man könnte glauben, Friedensreich Hundertwasser hätte mitgeholfen. Die Betreiber sind Deutsche. Auch der Pilot bei dem wir unsere Gyrocopter-Rundflüge buchen ist Deutscher. Dennoch: gutes Essen, eine sehr nette Bar, angenehm gechillte Atmosphäre. Ein kleiner Pool und ein wunderbarer Garten mit einem riesigen Guanacaste-Baum in der Mitte.
(Einzig die bissigen, wunzigen, schwarzen Mücken vergällen einem den Chemie-freien Aufenthalt an der Bar. Die Biester sind so klein, dass sie „No-see-ums“ genannt werden. Mit bio-Zeugs brauchst du denen gar nicht zu kommen. Da hilft echt nur das Zeug mit dem Totenkopf drauf…)
Mel-Gibson-Beach
15 Minuten Autofahrt und wir erreichen einen der schönsten Strände, die ich je gesehen hab: den Mel-Gibson Beach. Der heißt so, weil das Land hinter dem Strand dem Ami-Schauspieler gehört. Die Strände müssen übrigens öffentlich zugänglich bleiben, was ich super finde! (Ich bin mit dem Gyrocopter später über das bescheidene Anwesen geflogen…) Außer uns sind vielleicht noch zehn andere Leute da. Der Sand ist weiß und fein, links auf den Felsen sitzen Pelikane und Fregattvögel (oder so), im Hintergrund ein Fluss mit Mangroven. Großblättrige Bäume spenden Schatten. Das Wort Paradies wäre angebracht, wenn es nicht so abgelutscht klingen tät.
Schwimmen ist dort zwar auch nicht, die Brandung ist einfach zu stark, aber Wellenhüpfen ist auch lustig und ähnlich anstrengend. Außerdem spült es Nase und andere Körperöffnungen durch…
Genau zu Majas 18. Geburtstag waren wir in der Früh dort und der gesamte Strand gehörte uns alleine. Das war echt unglaublich!
A propos unglaublich: Der Flug mit dem Gyrocopter war so ziemlich das spektakulärste Erlebnis dieses Urlaubs! Nicht, weil das Fliegen in diesem Luft-Moped so arg gewesen wäre, nein, es war die Optik, die einem von da oben geboten wird – seht selbst:
Und da man aufhören soll, wenn´s am schönsten ist. Is jetzt AUS!
PS: Hier gibt´s in Kürze noch ein paar Videos von unseren Flügen!
So gefreut hab ich mich über die vielen Veilchen in Nachbars Garten! Zubereitet mit viel Liebe, 3 Wochen gewartet und dann das! Farblich 1A, aber geschmacklich zu vergessen. Außerdem war 1 Glas korrumpiert und hat schon gegärt :-(((
Also das ist das Rezept, das ihr nicht nachzumachen braucht:
Wasser mit Zucker und Zitronensäure aufkochen und ca. 5 Minuten kochen, lippenwarm abkühlen, Veilchen dazugeben. In großen Rexgläsern vermischen. Ca. 3 Wochen eher dunkel bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Durch ein Tuch seihen, in kleine Flaschen füllen.
(Laut Rezept sind die Angaben für 6 Personen. Wir wurden zu 4. nicht satt)
Zutaten fü 4 schwache Portionen
1 Zwiebel 2 Lauchstangen 80ml Olivenöl 50g Butter 125g glutenfreies Mehl 1/2 TL Backpulver 3-4 Eier 200g Sauerrahm 300g Schafkäse (z.B. Feta)125g frisch geriebener Gruyère oder Emmentaler o.ä. frischer Petersil 4 EL Salz, Pfeffer, ein paar schwarze Oliven für die Deko
Zubereitung
Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Lauch putzen, gut waschen und ebenfalls in Ringe schneiden.
Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel & Lauch bei geringer Temeperatur ca. 10 Minuten dünsten. Pfanne vom Herd nehmen und Gemüse abkühlen lassen.
Backofen auf 160 Grad Umluft vorwärmen. Eine Springform (ca. 24cm Durchmesser) einfetten. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und in eine Rührschüssel geben.
Eier, Rahm, Schafkäse, Hälfte vom Gruyère mit dem Mehl vermischen, Zwiebel-Lauch-Mischung und Petersilie dazu. Alles gut verrühren.
Käsemasse in die Springform füllen, mit dem restlichen Gruère bestreuen. Ca. 40 Minuten im Ofen backen. Mit Oliven garniert servieren.
Springform buttern und mit 2 EL geriebenen Mandeln ausstreuen. Zitronenschale abreiben, Saft auspressen (3-5 EL) .
Butter, 110g Zucker, 1 Prise Salz mit dem Mixer so lange mixen bis eine cremig-weiße Masse entsteht. (ca. 5 Minuten, am besten Timer stellen, 5 Minuten sind länger als man glaubt!)
Eier trennen, Eiweiß mit mit einer Prise Salz steif schlagen. Eigelb nach und nach in die Buttermasse rühren. Buchweizenmehl, Backpulver, restliche Mandeln und Zitronenschale mischen. Mischung unter die Buttermasse mischen. Zum Schluss Eischnee unterziehen. In die Form füllen, glatt streichen (oder klopfen 😉
Kuchen bei 160 Grad Umluft auf der zweiten Schiene von unten 35-40 Minuten backen, noch lauwarm mit Staubzucker bestäuben (und ev. mit Schlagobers servieren – seufz!)
(der Feind der Fortsetzungsgeschichte ist der Frühling …)
ADRENALIN
Auf unserem Weg zu unserer letzten Station, dem Flying Crocodile, machen wir eine Zwischenstation in der Nähe von Jaco. Auf einem Hügel, von dem aus man eine großartige Sicht auf den Pazifik hat, befindet sich eine Lodge, die vor allem von (Hobby-)Ornithologen besucht wird. (Hobby-)Ornithologen sind Menschen, die ganz früh aufstehen, sich mit Teleobjektiven bewaffnen, auf die jeder Scharfschütze neidig wäre (das Wortspiel mit „scharf “ konnte ich mir nur schwer verkneifen 😉 um dann stundenlang stumm in Bäume zu gaffen. Wehe wenn sie angesprochen! Das könnte ja den Vogel vertreiben.
Den hier zum Beispiel
Auf unserer Route lag auch die berühmt-berüchtigte Brücke über den Rio Tarcoles, von der aus man den durchschlagenden Erfolg der Wiederansiedelung der Krokodile in Costa Rica relativ hautnah beobachten kann. Vorn die Krokodile und hinter dir brettern die Autos mit 70 kmh vorbei. Der Gehsteig dauf dem du stehst ist ca. 50cm breit… Hoffentlich verreißt keiner, weil Springen ist echt keine Alternative!
Wem das noch nicht spektakulär genug ist, der fährt den Monteverde, also den Grünen Berg hinauf. Anders also bei uns ist der costaricanische Berg ein echter mit 1.500 Metern Höhe. Die Straße, die sich den Berg hinaufwindet, teils aus dem Berg gesprengt, ist dieses Namens nicht würdig. Es handelt sich um eine – unserenorts einspurige – Geröllpiste. Leitplanken sind was für Lulus, brauch ma nicht, auch nicht wenn´s ein paar hundert Meter senkrecht nach unten geht. Dem Chauffeur muss man/frau schon großes Vertrauen entgegegenbringen (Martin – King of the Offroad!) oder man richtet den Blick stur ins Speibsackerl…
Im Dorf Santa Elena angekommen, nach einenhalbstündiger automobiler Klettertour, machen einem die 20 Grad Temperaturunterschied zunächst nichts aus. Frau ist einfach nur dankbar! Der Nebelwald zeigt sich von seiner besten Seite: neblig. Wir haben das große Abenteuer gebucht: Ziplines (= Flying Fox) durch das Nebelwalddach (=Canopy)! Die erste, die man sieht ist auch die längste: 770 Meter lang, in Worten: siebenhundertsiebzig! Und ja es geht ein ordentlicher Wind! (aber die Stahlseile sind von Doppelmayer 😉
Da lachen wir noch…
da dann nimma!
Die Fotos sind alle von der Website des Veranstalters runtergeladen, weil wir unsere Handys nicht mitnehmen sollen und wir uns, im Gegensatz zu den anderen, dran halten. (Für die 28 US-Dollar, die man uns dann pro Foto (!) abknöpfen möchte, sind wir uns dann doch zu sierig.) Nichtsdestotrotz bekommt ihr einen guten Eindruck, wie spektakulär diese „Skytreks“ sind! Wenn du Vollgas in eine Nebelwolke reinfährst, hundertdreißig Meter über dem Boden, schreist du dir vor Freude, Adrenalin und Angst die Seele aus dem Leib! Aber es ist LEIDER SEHR GEIL!
Das ist im Übrigen die letzte Ankunftsrampe. Von der aus geht es entweder per Minizip zur Basisstation oder per freien Fall (Bungee Drop) 25 Meter nach unten. Nachdem sich als Erste für den Bungee Sprung eine mittelalterliche, recht gemütlich aussehende Amerikanerin (mehr Elisabeth Engstler als Angelina Jolie) meldet, steht unsere Ehre auf dem Spiel. Aber einfach so auf „1-2-3“ nach hinten ins Nichts zu springen ist jetzt gar nicht so easy. (Meine Strategie: Schon am Anfang des Dreiers wegspringen, nicht denken, nicht zögern!). War dann eh nicht so schlimm, weil einen das Seil recht rasch auffängt. Aber es tut dem (alterden) Ego gut: der Angelina-Score schnellt quasi um 10 Punkte hinauf 😉
Es war aufregend und herzzerreißend! Da haben es die 5cm kleinen Lederschildkröten es endlich aus dem Nest herausgeschafft, sich über Hügel und Gräben um einen großen Baumstamm herum endlich zum Wasser durchgekämpft, und dann kommt die Welle und spült sie wieder 10 Meter den Strand hinauf! Es war wirklich schwer, nicht einzugreifen! Aber letztlich haben es alle ins Wasser geschafft, selbst die schwächste, an die wir alle nicht geglaubt haben, fand den Weg in den Pazifik. Wirklich ein großartiges Erlebnis!
Solchermaßen „beflügelt“ machen wir uns auf den Weg zurück Richie (the car). Wir wissen ja schon, dass wir jetzt mal 3,5 km Fußmarsch und dann eineinhalb Stunden Rüttelfahrt vor uns haben. Aber verglichen mit der Anstrengung der Babyschildkröten, erscheint das nun in einem anderen Licht. In einem Flussbett machen wir eine kurze Pause und waschen uns Schweiß und Sand vom Leib. Neben uns wäscht eine Frau ihr Auto, während ihr Mann im kühlen Wasser entspannt …
Nordwärts geht es die Pazifikküste entlang. Bis nach Ojochal, dann führt uns das Navi ein wenig landeinwärts. Zunächst sind wir ein wenig enttäuscht, weil wir von der Küste wegfahren. Doch die Lage der Rio Tico Lodge direkt am Fluss ist so besonders, das wir schnell versöhnt sind. Hier bekomme ich von Cees (sprich Käs), dem holländischen (sic!) Inhaber der Lodge, den ersten guten Kaffee! Und eine Dusche im Katarakt des Rio Tico! Martin und Leon stürzen sich vom Felsvorsprung in den Fluss. Ich stehe da wie angewurzelt; sicher 2 Minuten. Der Geist wäre willig, bloß sind die Füße angenagelt. Aber die Selbstachtung siegt: Ich springe! (Wieder einer Angst überwunden!)
Baywatch lässt grüßen
Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug in das marine Schutzgebiet Marino Ballena. Ausgestattet mit schicken Schwimmwesten (Maja und ich zusätzlich mit einem Speibsackerl), Tonnen an Sonnencreme geht´s hinaus auf der Suche nach Delfinen. Bereits nach kurzer Zeit tauchen die ersten auf. Es sind kleine Delfine – Namen vergessen. Wale sehen wir nicht. Die Walsaison beginnt erst später. Dafür können wir schnorcheln. Es gibt zwar hier kaum Korallen, aber dennoch ist die Unterwasserwelt recht vielfältig. Sogar ein riesiger Papageienfisch knabbert an den Felsen.
Wieder an Board geht es weiter zu einer kleinen Insel, die von ganz vielen rotköpfigen Leguanen bewohnt ist. Die Tiere sind riesig. Sie teilen sich den kargen Felsen mit Fregattvögeln. Dann fahren wir die Küste entlang, sehen einsame Strände, die nur zu Fuß erreichbar sind, großartige Höhlen, herrliche Buchten! Und noch so manche Wasserschildkröte und einige Rochen.
Unter uns hört man den Rio Tico plätschern
eine der vielen riesigen Blüten
Ausstiegshilfe nach dem Sprung in den Rio Tico
unzählige Höhlen findet man hier an der Küste
Leguane mopsen den Vögeln die Eier aus dem Nest
Tukane regulieren ihre Körperwärme mit dem Schnabel
Too cool to be seasick I
Too cool to be seasick II
Am späten Nachmittag sitzen wir auf der Terrasse unseres Zeltbungalows. Wie angekündigt kommen um 16.30h die Tucane zu Besuch. Hoch in den Bäumen fressen sie ca. eine halbe Stunde lang um dann wieder zu verschwinden. (Die Tucane hier sind übrigens viel kleiner als man glaubt!)
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