Martina Parker, Zuagroast

Martina Parker, Zuagroast

Compliance-Hinweis: Ich habe noch nie ein Buch von jemandem rezensiert, den ich kenne, geschweige denn, von jemandem, die hier schon einen Blogbeitrag geschrieben hat! Ich bin sozusagen voreingenommen.

Bei Martina Parkers Zuagroast handelt es sich um einen „Gartenkrimi“. Mein Verhältnis zu Krimis ist ein zwiespältiges: Einerseits mag ich spannungsgeladene Geschichten, die mich in ihren Bann ziehen. Die mich der nächsten Lesegelegenheit entgegenfiebern lassen, die mir den Schlaf rauben. Andererseits kann ich mit den 1000 Varianten des Frauneentführensunddannimmernochbestialischerabschlachten nichts anfangen. Allerdings wird der 5. Provence- bzw. Normandie-Krimi auch irgendwann schal. Und mit bayrischen Brachialhumor à la Lederhosenkrimi hab ichs – ehrlich gesagt – auch nicht so. Insofern hat mich der Titel „Zuagroast“ eher abgeschreckt (Burgenländisch ist ja noch schlimmer als Bayrisch!). Aber dann habe ich Martina kennengelernt und war bei einer ihrer Lesungen. Zudem hat sie eine Rezension für diesen Blog geschrieben! Und außerdem ist das Buch auch noch wahnsinnig erfolgreich… Also her damit!

Ich werde die Geschichte hier nicht nacherzählen. Im allerweitesten Sinn geht es um weibliches Empowerment und (Selbst-)Wirksamkeit durch angewandte Pflanzenkunde. Das alles in einem (burgenländischen) Dorf, wo jedeR alles weiß bzw. zu wissen glaubt und damit ebenso häufig falsch wie richtig liegt. Politische Korruption spielt auch eine Rolle, aber das kennen wir aus dem realen Leben ja nur zu gut.

Was ich nicht so mag

Der Wikipedische Anteil ist mir zu ausgeprägt – das lasse ich für die Pflanzenkunde durchgehen, weil Gartenkrimi, aber wer der Hauptvertreter des Bauhaus-Stils war, weiß ich entweder oder es interessiert mich nicht. Auch Details zum Phänomen der Sarggeburt, die verschiedenen Fäulnisvorgänge inkl. platzender Hautblasen sind einfach too much information!

Und dann mag ich das Frauenbild nicht, das vermittelt wird. Die meisten Frauen werden entweder geschlagen, betrogen, verlassen, und/oder für komplett deppert gehalten. Ich glaub jetzt nicht, dass das am Land so viel ausgeprägter ist als in der Stadt, daher ist mir das Verhältnis zwischen Armutschkerln und coolen Frauen zu dürftig.

Was ich mag

Endlich mal ein Krimi aus der Perspektive einer Frau! D.h. Frauen werden „nur geschlagen, betrogen… s.o.“ aber nicht entführtundbestialischabgeschlachtet.

Ein spannender Plot, wunderbar flapsig geschrieben. Sehr viel Pflanzenwissen. Ein überraschendes Ende. Sehr viele lustige Einfälle – großartig die Szene am Ballonfest!

Fazit

Ich habs in Einem durchgelesen! Ich hab oft schmunzeln müssen und manchmal sogar laut gelacht! Und ja, ich hätte es gerne selbst geschrieben! Insofern: auf jeden Fall lesenswert. Und ein sehr schönes Cover hat es auch noch!

Martina Parker
Zuagroast
510 Seiten
Gmeiner Verlag
978-3-8392-0095-7

Erster Satz

Es war eine dieser pannonischen Sommernächte, in denen es einfach nicht abkühlte.

PS: Ich empfehle, zu einer von Martina Parkers Lesungen zu gehen. Die Geschichten, die sie rund um die Entstehung des Buches erzählt, sind mindestens so lustig wie das Buch selbst!

Oskar – Magazin für ein natürliches & autarkes Leben

Oskar – Magazin für ein natürliches & autarkes Leben

Sommerleseempfehlung II

Ich kann ja das Wort Startup nicht  mehr hören. Alle wirtschaftspublizistische und  pekuniäre Förderenergie fließt in mehr oder weniger dubiose 1-2Manshows (selten Women), die es schaffen sich gut zu vermarkten. Wenn erfolgreich – also skalierbar -, ziehen sie die komplette Wertschöpfung ab und lassen einen oder zwei Superreiche zurück, die sich fortan Business Angels nennen und in Startups investieren,…

ABER der WOHNWAGON ist da ganz anders! Erstens: weiblich! Zweitens ist die Idee an sich schon nachhaltig: Wohnen auf kleinstem Raum, 100% autark. Drittens: Die Wertschöpfung bleibt im Lande, regionale, kleine Zulieferfirmen werden beschäftigt, Arbeitsplätze im Inland geschaffen. Viertens: Das Wissen um die autarke Lebensweise wird Opensource-artig geteilt. So muss Startup heutzutage!

Und der Oskar ist das Magazin, das das Wohnwagon-Team herausgegeben hat. Ein sehr liebevoll gemachtes Heft, schöne Fotos, nette Texte, locker-flockig geschrieben. Ja, ein bisserl Beweihräucherung der schönen Wohnwagons ist dabei, aber völlig zu Recht! Sonst jede Menge

  • Tipps & Tricks für den Alltag
  • Inspirierende Projekte & Ideen
  • Praktische Produkte & Do it Yourself Anleitungen
  • Terra preta, Permakultur, Wurmkompostierung, Kompostierung und alles was man sonst noch braucht um die Welt zu retten
  • Anregungen für nachhaltiges Bauen & kleines Wohnen

Bestellen kannst du das Magazin um wohlfeile 9,50 auf der ohnedies besuchenswerten Website vom Wohnwagon.

Ich freue mich auf eure Autarkie-Erlebnisse: Pains & Gains, Successes & Fails inklusive!

Hochbeet aus Europaletten – Ein Reblog von Alliumart

Hochbeet aus Europaletten – Ein Reblog von Alliumart

how to hochbeet

ich hab mir jetzt einige hochbeete angesehen und günstig sind die schönen teile ja nicht gerade. obwohl schön eigentlich auch nicht und so haben wir uns einfach selbst eins gebaut. aus paletten.


grösse
mit sechs paletten bekommt man ein rechteckiges hochbeet mit den maßen 120x240cm und 80cm höhe. man kann auch ein kleines mit nur vier paletten machen, dann wird das hochbeet quadratisch mit 120x120cm.

material
europaletten (6stk), teichfolie (ca 8×1,1m), mäusegitter (ca 2,8×1,5m), lange schrauben (ca 15cm), nägel und ein bisschen werkzeug wie hammer und akkubohrer, aber auch maßband, wasserwage und vorallem eine brechstange und einen handwerker tacker.

vorbereitung
als erstes haben wir von vier der sechs paletten die unterteile entfernt. dann noch von allen unterteilen außer von zweien die holzblöcke entfernt. die beiden mit holzblock brauchen wir zum verbinden der paletten, die restlichen holzbretter als verkleidung auf der oberseite des hochbeets.

danach im garten eine fläche von ca 220x340cm ausstechen, glattrechen und darauf das mäusegitter auslegen.

bauanleitung
jetzt zwei der paletten ohne unterteil jeweils links und rechts an eine palette mit unterteil anschrauben. hier empfiehlt sich die wasserwage. der obere rand sollte eben sein, damit die verkleidung zum schluss gerade angebracht werden kann. kleinere unterschiede am unteren rand gleicht die erde aus.

wir haben das hochbeet in zwei teilen zusammengebaut, dann kann man es noch gut transportieren. die beiden paletten auf der längsseite dann mit den beiden unterteilen mit holzblock jeweils ganz unten und oben verschrauben.

danach das überstehende mäusegitter aussen antackern. gute 10cm hoch, da das die schnecken auch nicht besonders gern überwinden.

jetzt die teichfolie auslegen und am oberen rand antackern. die folie dient dem schutz des hochbeets und ist zum boden hin offen. wir haben das ganze in der mittagssonne gemacht, weil die teichfolie dann weich ist und sich sehr gut verlegen lässt.

abschließend die restlichen unterteile ohne holzblöcke als verkleidung auf den oberen rand des hochbeets nageln.

befüllen und bepflanzen – fertig!

Video

How-to Erdbeer

Rechtzeitig zum Saisonstart ein Tipp, wie du ganz leicht den Strunk der Erdbeere entfernen kannst.

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