Costa Rica – der Geschichte 6. Teil

Costa Rica – der Geschichte 6. Teil

Traumhafte Pazifikküste

Am Tag unserer Abreise von Leona bekamen wir noch ein ganz besonderes Überraschungsgeschenk: Wir durften beim Schlüpfen von Schildkröten dabei sein! Hier ist der Link zum Video wie sie schlüpfen.
Und hier zum 2. Video wie sie zum Wasser krabbeln.

Es war aufregend und herzzerreißend! Da haben es die 5cm kleinen Lederschildkröten es endlich aus dem Nest herausgeschafft, sich über Hügel und Gräben um einen großen Baumstamm herum endlich zum Wasser durchgekämpft, und dann kommt die Welle und spült sie wieder 10 Meter den Strand hinauf! Es war wirklich schwer, nicht einzugreifen! Aber letztlich haben es alle ins Wasser geschafft, selbst die schwächste, an die wir alle nicht geglaubt haben, fand den Weg in den Pazifik. Wirklich ein großartiges Erlebnis!

Solchermaßen „beflügelt“ machen wir uns auf den Weg zurück Richie (the car). Wir wissen ja schon, dass wir jetzt mal 3,5 km Fußmarsch und dann eineinhalb Stunden Rüttelfahrt vor uns haben. Aber verglichen mit der Anstrengung der Babyschildkröten, erscheint das nun in einem anderen Licht. In einem Flussbett machen wir eine kurze Pause und waschen uns Schweiß und Sand vom Leib. Neben uns wäscht eine Frau ihr Auto, während ihr Mann im kühlen Wasser entspannt …

Nordwärts geht es die Pazifikküste entlang. Bis nach Ojochal, dann führt uns das Navi ein wenig landeinwärts. Zunächst sind wir ein wenig enttäuscht, weil wir von der Küste wegfahren. Doch die Lage der Rio Tico Lodge direkt am Fluss ist so besonders, das wir schnell versöhnt sind. Hier bekomme ich von Cees (sprich Käs), dem holländischen (sic!) Inhaber der Lodge, den ersten guten Kaffee! Und eine Dusche im Katarakt des Rio Tico! Martin und Leon stürzen sich vom Felsvorsprung in den Fluss. Ich stehe da wie angewurzelt; sicher 2 Minuten. Der Geist wäre willig, bloß sind die Füße angenagelt. Aber die Selbstachtung siegt: Ich springe! (Wieder einer Angst überwunden!)

Baywatch lässt grüßen
Baywatch lässt grüßen

Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug in das marine Schutzgebiet Marino Ballena. Ausgestattet mit schicken Schwimmwesten (Maja und ich zusätzlich mit einem Speibsackerl), Tonnen an Sonnencreme geht´s hinaus auf der Suche nach Delfinen. Bereits nach kurzer Zeit tauchen die ersten auf. Es sind kleine Delfine – Namen vergessen. Wale sehen wir nicht. Die Walsaison beginnt erst später. Dafür können wir schnorcheln. Es gibt zwar hier kaum Korallen, aber dennoch ist die Unterwasserwelt recht vielfältig. Sogar ein riesiger Papageienfisch knabbert an den Felsen.

Wieder an Board geht es weiter zu einer kleinen Insel, die von ganz vielen rotköpfigen Leguanen bewohnt ist. Die Tiere sind riesig. Sie teilen sich den kargen Felsen mit Fregattvögeln. Dann fahren wir die Küste entlang, sehen einsame Strände, die nur zu Fuß erreichbar sind, großartige Höhlen, herrliche Buchten! Und noch so manche Wasserschildkröte und einige Rochen.

Am späten Nachmittag sitzen wir auf der Terrasse unseres Zeltbungalows. Wie angekündigt kommen um 16.30h die Tucane zu Besuch. Hoch in den Bäumen fressen sie ca. eine halbe Stunde lang um dann wieder zu verschwinden. (Die Tucane hier sind übrigens viel kleiner als man glaubt!)

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