Thailand 2024 – Ein Tag voller Wunder im Nationalpark Khao Yai.

Thailand 2024 – Ein Tag voller Wunder im Nationalpark Khao Yai.

Der zweite Tag in Khao Yai beginnt – für Urlaub – früh. Um 8h pünktlich sitzen wir bereits auf der Ladefläche des Pickups, die sexy Leach-Socken drübergezogen (damit uns die bösen Blutegel nicht anzapfen können) und auf geht´s in den Nationalpark.


Wir sind allerdings nicht die einzigen: Heute ist Student´s day, d.h. lokale Schülerinnen und Schüler ergießen sich ebenfalls in den Nationalpark, mehr oder weniger motiviert schleppen sie ihre Rucksäcke in den Wald… Unsere Hoffnungen, einige der Tiere zu sehen, die hier als Attraktion gelten, sind nicht sehr groß. (Die einiger anderer hier aber schon: Sie schleppen Kameras mit riesigen Objektiven mit…) Schon nach kurzer Zeit macht unser Pickup – zusammen mit anderen Pickups oder Minibussen – Halt. In den Bäumen spielt sich etwas ab: ein Nashornvogel in den Ästen! Durch das Teleskop unseres Guide Mr. A (nennt sich tatsächlich so) sehen wir ihn und dann auch seine Partnerin. Strange, so eine exotische Kreatur kennt man normalerweise nur aus Universum-Dokus…

(Die meisten Fotos, die ich euch hier zeige sind von Laurens, einem Holländer mit genau so einem mega-Objektiv! Die, die so einen Kreis drumrumhaben, hat Mr. A durch sein Teleskop gemacht.)

Kurze Zeit später der nächste Stopp: Gibbons in den Bäumen.

Wieder ein paar Minuten später zischt unser Wagen auf „Elefanten-Jagd“ – ein Ranger hat eine Sichtung gemeldet. Und wirklich, wir kommen genau richtig: Ein wilder Elefant, ein junger, bricht durch das Gebüsch und überquert vor uns eine Lichtung. Es ist unglaublich! Einen Elefanten in freier Wildbahn zu sehen… wow. Auch unsere Guides sind verzückt! Sowas passiert auch ihnen nur sehr selten!

PS: Schaut euch die Spinne am letzten Foto genau an!

Alle weitere Tiersichtungen sind quasi Zugabe. Trotz „Student-Day“ und auf den ersten Blick ein sehr „vermarkteter“ Naturpark, haben wir eigentlich alle Highlights der Tierwelt live erlebt, sie es hier gibt. Wir sind sehr dankbar, dass wir das erleben durften!

asia eihhörnchen

Thailand 2024 – 2. Tag in Bangkok und die Fledermaushöhlen in Khao Yai.

Thailand 2024 – 2. Tag in Bangkok und die Fledermaushöhlen in Khao Yai.

An unserem 2. Tag in Bangkok haben wir einfach die Fähre in die andere Richtung genommen. Bis an die Endstation Nonthaburi. Dort sind wir herumgestreunert, haben einen Markt durchquert und die unterschiedlichen Gemüse-und Früchtesorten bewundert. An einem Stand haben wir uns gefragt, was die Thais wohl mit diesen armen Schlangenfischen und Kröten in den trögen machen. Meine gestische Frage, ob sie diese essen, wurde verneint. Im Nachhinein hat man uns erklärt, dass diese Tiere für einen Hochzeitsbrauch gefangen würden: Dann kauft man ein paar Fische/Kröten, schenkt sie der Partnerin und gemeinsam lässt sie frei. Das bringt angeblich Glück…

Auf in den größten Nationalpark Thailands

Ca. 150 Km von Bangkok Richtung Norden befindet sich der Khao Yai Nationalpark. In einem einfachen Resort verbringen wir 2 Nächte. Am ersten Abend wurden wir von unserem Guide in eine Fledermaushöhle geführt. Dort drin herrschte schon ein bisschen „Getriebe“. Die Fledermäuse huschten zwischen den uns herum, wir marschierten auf einem weichen Teppich aus Fledermausscheiße – bloß nicht ausrutschen, bloß nirgends anhalten…

Aber das war nur der Teaser für ein unglaubliches Schauspiel, das sich ein paar Kilometer weiter jeden Tag zuträgt…

Auf einer großen Wiese am Fuße eines Hügels stehen Menschen und schauen nach oben. Ein Foodtrucker verkauft Getränke. Auch wir recken die Köpfe. Durch unsere Ferngläser und das Standteleskop des Guides beobachten wir den Ausgang einer Höhle. Den „Auszug der Fledermäuse“ kündigt die Ankunft der Greifvögel an. Und dann beginnen die Tiere die Höhle zu verlassen. Zuerst nur wenige – wir fragen uns, warum wir deshalb hierher fahren mussten… Bis es so richtig losgeht: Millionen Fledermäuse ziehen in einem schier endlosen Band vom Berg weg um auf die Jagd nach Mücken zu machen. Wir hören sie surren und fiepen. Ca. eine Stunde lang (!) werden sie aus der Höhle strömen. Niemand wagt eine Schätzung – auch Expert:innen haben keine Möglichkeit, seriöse Schätzungen zu machen: Die Mittel, die für die Forschung zur Verfügung stehen, sind einfach nicht vorhanden. Es ist jedenfalls ein surreales Spektakel, das sich da über unseren Köpfen abspielt!

Thailand 2024 – Mit Eva nach Bangkok

Thailand 2024 – Mit Eva nach Bangkok


Zum ersten Mal fliegen wir mit Eva-Air nach Bangkok: Es war der entspannteste Flug ever. Liegt vermutlich auch daran, dass wir eine 3er-Reihe zu zweit haben. Die Eingeklemmten rundherum töten uns mit Blicken!

Nach einer recht durchschlafenen Nacht – Schlafmittel sei dank! – kommen wir im 40Grad wärmeren Thailand an. In dem Moment, wo ich die Gangway betrete, rieche ich Bangkok. Es ist ein ganz eigenes Aroma, das mich mitten ins Stammhirn trifft. (Ein erstes Mal war ich mit meiner Mama zu meinem 18. Geburtstag (!) hier. Schon damals hat die Stadt genauso gerochen!)

Unser Hotel (Nouvo) liegt hinter dem Königspalast in Gehnähe zur Wasser-Hauptverkehrsader der Stadt, dem Chao Phraya. Da wir schon mehrmals hier waren, haben wir keine Sightseeing-Musts. Wir schlendern durch die Straßen, genießen erstes Thaifood und kämpfen tapfer gegen den Jetlag. Am Nachmittag nehmen wir die öffentliche Fähre und fahren um umgerechnet 50 Cent den Fluss hinunter. Das Wasser ist so zugemüllt, es ist erschreckend: Plastik wohin das Auge reicht!

Das Boot speit Diesel in die versmogte Luft. Es ist berstend voll – erlaubte Passagierzahl? Wurscht. Ausreichend Schwimmwesten? Wurscht. Die Stationen muss man erahnen. Das Anlegemanöver ist brachial. Gehbehinderung sollte man keine haben!

Nach gut einer Stunde Fußweg (und Fußweh: never wear Flipflops for a long walk!) kommen wir bei unserem Ziel an: dem (neuen) höchsten Gebäude Bangkoks – Maha Nakhon. Um vergleichsweise teure € 30,-/p.P. geht es im Space-Lift (der gesamte Lift wird als digitale Leinwand mit Ansichten der Stadt bespielt) auf eine Höhe von über 300 Metern. Die Ohren ploppen.

Die Aussicht ist gewaltig! Wir überblicken (gefühlt) die gesamte Stadt. Hochhäuser, die vorher riesig ausgesehen haben, wirken wie Lego-Bauten. Einzelne Menschen sind kaum zu erkennen. In der Dämmerung gehen die Lichter an und die gesamte Verkehrsmisere der Millionenstadt verwandelt sich in rote Lichterketten. Gut zu erkennen ist auch die fortschreitende „Modernisierung“ bzw. Kapitalisierung der Stadt. Ursprüngliche Bauten werden von Hochhäusern eingequetscht und schließlich verdrängt. Für Grün ist kaum mehr Platz.

Am beeindruckendsten finde ich, dass wir den mächtigen Chao Phraya und seine Windungen überblicken!

Aber hier oben kann man das alles ausgezeichnet verdrängen. Mit einem (teuren) Cocktail in der Hand zu chilligen Beats schauen wir der Sonne beim Untergehen zu. Besser kann man kaum in den Urlaub starten.

Thailand 2024 – Unsere Route

Thailand 2024 – Unsere Route

Am 9.1. geht unser Flug nach Bangkok. Diesmal werden wir uns auch den Norden ansehen und an der Grenzen zu Myanmar und Laos entlangfahren. Hier zeige ich euch unsere Route. Und nein: Wir werden nicht mit dem Auto von der Hauptstadt nach Chiang Mai fahren, sondern das Flugzeug nehmen. Ich konnte nur Google nicht von dieser Darstellung abbringen…

Nach 2 Wochen Nordthailand reisen wir weiter zu unserer „Stamminsel“ Koh Samui. Ich freue mich, wenn ihr uns digital begleitet.

Es razt a wengl

Es razt a wengl

Das ist die das steirische Gegenteil von „es flutsch“ und beschreibt unsere WoMo-Tour ganz gut. Auch die Stimmung ist mitunter leicht gereizt, wenn wir uns zwischen lauter bescheidenen Varianten nicht entscheiden können. Dass das Auto bereits seine Macken hat – und das in seinem erst 3. Lebensjahr – machts nicht besser. Vor allem das Pfeifen der zentralen Dachluke ab Tempo 100 macht das Fahren zu einer akustischen Zen-Übung. Vom Hörspiel haben wir schon in Wiener Neudorf Abstand genommen, wir verstehen ja nicht mal, was die Frau im Navi uns sagt. In jeder ausreichend engen Kurve tropft es aus dem vorderen Innenlicht und der viele Regen füllt es immer wieder voll – danke. Auch der Kühlschrank braucht besondere Zuwendung sonst kühlt er nicht, und letzte Nacht hat doch tatsächlich jemand unser Stromkabel abgesteckt!

Alles in allem razts hoit. (Hab ich mich übrigens schon ausreichend über die italienischen Autofahrer aufgeregt? Disziplinlos, viel zu schnell, ja nicht nachgeben, Kolonne rechts überholen und dann reinzwicken…die Sorte halt.)

Die Sonnenseite

Dafür haben wir heute einen sehr schönen Golfplatz in Mailand – tatsächlich ein Parklandkurs in der Stadt – gespielt: Le Rovedine. Super Zustand trotz des vielen Regens. Die 7 Trilliarden Minkerln, die in Auge und Ohren und Mund geflogen sind, haben uns davon abgehalten allzu viel zu sprechen. Wäre aber eh nicht möglich gewesen, da unser Flightpartner, ein Local, offenbar für die Speedgolfmeisterschaften trainiert hat: abschlagen, vorlaufen, Putten vor allen anderen, auf zum nächsten Loch. Ballsuchen ein Luxus, den man sich nicht leistet, schon gar nicht hilft man anderen dabei. Gut dass er nach 9 Löchern aufhören musste. So ein unfreundlicher Vollfatzke ist uns schon lange nicht mehr auf einem Golfplatz untergekommen.

Wir kamen aber auch auf den hinteren 9 Loch nicht dazu, die Schönheit des Platzes richtig zu würdigen, denn da hatten wir zwei neue Verfolger wortwörtlich auf den Fersen… Dabei wären es die vielen alten, riesigen Bäume durchaus wert gewesen, sie zu bestaunen, etwa die riesigen Zedern. Die zahlreichen Wasserschildkröten hätte ich mir auch gerne genauer angeschaut und die vielen Hasen, die das Rough bevölkern. (Werden übrigens von Greenkeeper-Hunden dezimiert. Grausam aber effektiv.)

Dafür war die Greenfee mehr als fair: 55,- p.P. ohne Ermäßigung ist für 18 Loch wirklich erstaunlich günstig!

Village City Camping

TomTom hat übrigens den Campingplatz hier in Mailand nicht gefunden und das liegt sicher nicht daran, dass er neu ist. Aber man kann verstehen, dass uns Tom hier nicht herführen wollte – hat wahrscheinlich auch seinen Stolz… Der Platz an sich ist zwar sehr idyllisch mit vielen Bäumen, inmitten einer großzügigen Grünlandschaft, tolle Vogelgesangskulisse. Aber leider total verkommen. Mit 44 Euro pro Nacht noch dazu doppelt so teuer wie der bei Venedig. Die Sanitärräume sind zwar ok, aber nicht sauber. Die Abwasch zum Geschirrwaschen hat ganz sicher ein Mann konzipiert, der noch nie in seinem Leben abgewaschen hat. Die Gastro wird von Chinesen geführt, die nur ganz schlecht Italienisch oder Englisch, oder so sprechen und leider auch nicht kochen sondern nur aufwärmen. Das Rundherum ist verfallen, neben dem Verfallenen wird aus Containern was „Neues“ gebaut. Es gibt eine Taubenzucht (!), Gänse und Ponys, ich hoffe, die werden besser „gewartet“. Ich verstehe sowas nicht…

Aber morgen werden wir noch hierbleiben und das schlechte Wetter (sic!) mit Shopping in der City kompensieren. Danach solle es ja längerfristig besser werden. Dann machen wird uns auf in die Schweiz. Preismäßig hätten wir ja jetzt schon geübt. So heruntergekommen ist es bei denen sicher nicht.

Warum die Weg in die Schweiz über Venedig führt

Warum die Weg in die Schweiz über Venedig führt

Was ursprünglich ein verlängertes Wochenende in Zürich hätte sein sollen, ist nun zu einer 12-tägigen WoMo-Reise geworden. Bitte erinnert mich: Nie wieder WoMo-Urlaub im Mai! Schon bei unserem letzten Mai-Ausflug mit dem „kleinen“ Ducato waren wir vom Wetter-Pech verfolgt. Das Auto heißt ab sofort Rainchaser. Vielleicht prägt sich das ein und hält uns nachhaltig ab.

Längere Regenperioden machen sich im kleinen Bus nicht so super da erstens innen eng, zweitens wird nix trocken… Aber soweit wollten wir es diesmal nicht kommen lassen, daher führt uns unser Weg nach Zürich zunächst nach Venedig. Die Wetter-App sagt: Das ist der erste Ort Richtung Westen, wo die Sonne scheint!

In Venezia c´e il sole

Tatsächlich: bei Regen kommen wir an, in der Nach tröpfelt es auch immer wieder aufs Dach aber der nächste Tag ist nahezu perfekt (wenn man davon absieht, dass ich mich mit der Schottland-erprobten Jacke ausrüste, weil in der Früh nur 9 Grad…). Die Sonne wärmt dann doch auf 19 Grad max.

Von unserem Campingplatz Venezia Village fahren wir mit dem Bus, der in 5 Minuten zu Fuß erreichbar ist, um 3 Euro ca. 10 Minuten ins Zentrum. Von der Piazzale Roma aus erkunden wir planlos die Stadt. Wir erfreuen uns an der Sonne, am einzigartigen Flair, versuchen abseits der touristischen Hauptadern zu gehen, stehen dabei immer wieder in Sackgassen an. Wir essen wirklich gutes italienisches Essen im Nevodi, trinken schon um zwei das erste Glas Wein. Fahren nach Murano, fragen uns, wovon die dort leben, weil wir würden das Allermeiste dort nicht mal geschenkt haben wollen. Sitzen wieder in der Sonne, diesmal gönne ich mir ein Lemonsoda! Das trinke ich wirklich nur in Italien!

Was für ein herrlicher Frühsommertag! Danke Wetter-App!

Warum Zürich

Diese Frage ist durchaus berechtigt. Ich hätte mir Zürich aus Kostengründen nicht ausgesucht. ABER: Mein Lieblings-Cantautore (=Liedermacher) Pippo Pollina spielt dort – und zwar nur dort – sein 60er-Geburtstagskonzert. Da treten auch viele befreundete Künstler wie z.B. Konstantin Wecker oder Pippos Sohn Faber auf. Da ich ohnedies noch nie in Zürich war, habe ich kurzerhand vor einem halben Jahr Tickets gekauft. Allerdings hatte ich nicht so genau die „Nebenkosten“ bedacht… Die Anreise mit dem Zug und die 3 Nächte in Zürich hätten beinahe gleich viel wie das Ausborgen des WoMos für 10 Tage gekostet. Allerdings haben wir beim Buchen nicht das launische Mai-Wetter bedacht…

Lieblings-WoMo-Ritual

Flucht-artig

Wenn die Wetter-App wieder Recht hat, wird es morgen hier zu regnen beginnen. Das heißt für uns: Auf nach Milano, dort scheint angeblich die Sonne. Ich lasse es euch wissen!

Man-Probe – ein Ausflug mit unserem Van to be?

Man-Probe – ein Ausflug mit unserem Van to be?

Eigenes WoMo ja oder nein? Das ist die große (Luxus-) Frage, die uns seit einger Zeit beschäftigt. Einerseites haben wir uns extra ein E-Auto zugelegt, um unsere Individualkilometer halbwegs umweltfreundlich zu bewältigen. Andererseits sind unsere Van/WoMo-Urlaube wirklich toll und sollen in Zukunft vermehrt werden. Leih-WoMos sind nix für spontane Aufbrüche. Zudem sind sie klarerweise nicht auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten und letztlich auch nicht ganz billig.

Angesichts 7% Inflation haben wir uns nun doch dafür entschieden, ein eigenes Fahrzeug zu kaufen. Wir haben uns ungefähr 7 Trillionen Vans online ansegehen. Uns die Köpfe zerbrochen, ob gebraucht, neu, selbst ausbauen, selbst ausbauen lassen, fertig kaufen, von welchem Anbieter… Genügend Fragen, um viele lange Abende damit zu verbringen.

Als einer unserer Favoriten hat sich der von Megamobil ausgebaute MAN herauskristallisiert. Und wie es der Zufall so will, war genau dieser im Verleih verfügbar. Also nichts wie auf nach Leibnitz, wo dieser und einige andere Modelle zur Besichtigung standen.

Optisch sind die Megamobile ja sehr schneidig! Nicht zu klobig, nicht zu „wohnwagenmäßig“, cool, oder?

Wir übernahmen „unser“ Megamobil – einen MAN TGE 3.140 – voller Enthusiasmus. Doch schon beim Einräumen der Kastln tauchten erste Fragezeichen in unseren Köpfen auf. Ein ganz klares No-Go war dann die Tatsache, dass ich mit den Füßen nicht zum Boden reichte, und man diesen Umstand auch nicht ändern konnte. Merke: Das geht für sehr lange Fahrten gar nicht! Man kriegt alle Zustände – und wahrscheinlich einen Bandscheibenvorfall und Hämorrhoiden.

Die Küchenkasteln sind ganz sicher von Männern designt, die noch nie eine funktionierende Küche austatten mussten: keine einzige hohe Lade, wo sich zum Beispiel ein höherer Topf unterbringen ließe. Ähnlich der Kühlschrank, dessen Einlagegitter ungefähr 4 cm auseinander sind – Wurst und Flundern sind leicht unterzubringen. Alles andere eher schwierig. Aber dafür kann man sie rausnehmen. Der Kühlschrank entpuppt sich zudem als Heizung, weil die Abwärme reingeblasen wird: *Handkopf-Emoji*.

Was uns auch noch verunderte war, dass bei einem Auto, das an die 100.000 Euro kostet keine Abschattungen und kein Navi eingebaut sind! Und kein einziges Hakerl! Dabei sind Haken beim Campen essenziell!

Sehr cool ist hingegen das elektrische Hubbett. Es gewährt rückenschonenden Zugang zu einem sehr großzügigem Heckstauraum.

Und fahren tut sich der 140 PSige MAN laut bestem-WoMo-Piloten-aller-Zeiten sehr angenehm und übersichtlich – trotz seiner 6,80 m. Er verbraucht 8-9 Liter Diesel pro 100 km. Die Motorbremse ist allerdings auch nicht besser als beim Fiat Ducato. Was bei der Überquerung der Koralpe auch diesmal zu einem Sicherheitsstopp auf halber Bergabstrecke führte – wie schon letztes Jahr. (Das sollte man keineswegs unterschätzen beim Überqueren von Pässen.)

Unsere – nicht sehr originelle – Route

Von Leibnitz aus starteten wir – wie schon letztes Jahr – nach Frauenthal, um dort eine Runde Golf zu spielen und eine ausgiebige Dusche zu genießen. Das Essen im GC Frauenthal ist übrigens sehr empfehlenswert, der kroatische Wirt äußerst freundlich.

Dann ging es die Koralpe hinauf zum Stausee auf der Soboth. Der hintere kleine Stellplatz ist besonders nett und unter der Woche bekommt man dort auch ziemlich sicher einen Platz. Wenn nicht, kann man einfach auf dem Parkplatz stehen bleiben. Es gibt eine (warme) Freiluftdusche, saubere WCs und einen Kiosk mit gutem Wein. Das alles direkt am Wasser. Kostet für 24 h € 15,- plus Gästetaxe € 2,50. Ein Schwumm im Stausee inklusive. Man kann dort auch außerhalb der Öffnungszeiten hinkommen, da es keinen Schranken sondern einen Parkgebührautomaten gibt.

Der Abend am Stausee
Der Morgen am Stausee

Rund um den See kann man nicht wandern, das hat der Mann laufend probiert und kam mit zerschundenen Beinen wieder, da er sich durchs wilde Unterholz schlagen musste, um zu mir zurückzufinden!

Das Ausflugsrestaurant „Zwatricks“ (bisschen mehr als 1km vom Stellplatz entfernt) ist übrigens durchaus empfehlenswert!

Wiederholungstäter:in

Nachdem wir die Abfahrt vom Berg überlebt hatten, und sich der Sommer mit voller Wucht ankündigte, beschlossen wir, unser Glück am Turnsersee zu versuchen. Meine Hoffnung war nicht groß, da ja immerhin Ferienzeit und ein minikleiner Campingplatz. Aber siehe da: Wir hatten Glück und bekamen sogar ein wunderbares Plätzchen mit direkter Sicht auf den See. Noch schöner als letztes Jahr!

Stellplatz mit grandioser Aussicht
Spaghetti gehen immer!

Nun sind wir schon den dritten Tag hier. Das herrliche türkisblaue Gewässer, der nahe Golfplatz „Klopeinersee“, die entspannte Atmosphäre ziehen uns in ihren Bann.

Während ich das hier schreibe, prasselt der Gewitterregen auf unseren MAN. Ich genieße ein Gläschen Zweigelt und freue mich über ein paar herrliche Uralubstage und darüber, dass wir nun wieder ein bisschen besser wissen, was wir NICHT wollen. Die Entscheidungsfindung spitzt sich zu…

Fast Fasten Fazit

Fast Fasten Fazit

(klingt wie eine lateinische Deklination 🙂

Am Ende waren es glatte 3kg, die ich in den 10 Tagen abgenommen habe. Ich hoffe, sie sind längerfristig weg… Weihnachten? Hörst du das?!

Jedenfalls habe ich sicher keine Muskeln verloren bei den vielen Bewegungseinheiten. Auch das möchte ich gerne beibehalten. Die letzten Tage hat´s geklappt.

Ich werde auch wieder meinen Kalorienzufuhr eine Zeitlang beobachten. Man vergisst ja gern, dass ein Glaserl Wein gleich mal 70 kcal hat und 1 – in Worten: ein – Vanillekipferl ca. ebensoviele. Das bedeutet, man muss für 1 Kipferl zum Glas Wein fast 1h gehen, um das wieder zu verbrennen. (Und mal ganz ehrlich: Wer ist nur 1 Kipferl?!)
Ich verwende für das Kalorienmonitoring die Bezahlversion der App Fddb.

Marienkron oder Daberer?

Wer richtgig fasten will, ist in Marienkron sicher gut aufgehoben. Suppenfasten sollte für jeden und jede aushaltbar sein. Saftfatsne istecht nur was für Hardcore-Asket:innen!

Wenn kein Lockdown mehr ist, und man wieder miteinander maskenfrei reden kann, ist die Atmosphäre sicher auch wieder netter. Man darf halt keine Berührungsängste mit dem Gottesdings haben. Wobei man in keiner Weise missioniert wird.

Wer sich „nur“ gesund (=basich, vegetarisch) ernähren, Wellness sowie super Massagen genießen möchte, dem empfehle ich aber das Biohotel Daberer. Dort wird (noch) besser gekocht. Es ist deutlich günstiger, familiärer und wirklich cosy. (Natürlich kann man die großartige Küche vom Daberer auch ohne Fasten genießen!)

Nächste Herausforderung: der Handstand!

Ich kann einen Kopfstand, eine Brücke, aber noch nie konnte ich einen freistehenden Handstand. Mit (in genau 12 Tagen) 52 Jahren soll sich das ändern. Ich gebe mir 1 Jahr Zeit dazu. Erste zaghafte Versuche zeigen allerdings, dass ich schon Schwierigkeiten haben, in umgekehrter L-Form an der Wand zu stehen: Das Vertrauen in die Kraft meiner Arme ist – zurecht – noch nicht sehr ausgeprägt. Die verkleinerte Wampe erleichtert das Unterfangen zwar, ist aber nur ein kleiner Teil…

Warum ich das machen will? Einerseits ist der Weg das Ziel: Je älter wir werden umso mehr müssen wir an unserer Beweglichkeit arbeiten und daran, dass wir unserer Muskeln nicht verlustig gehen. Indem ich für den Handstand übe, trainiere ich meinen ganzen Körper.

Aber natürlich ist auch das Ziel das Ziel! Wenn ich einen freistehenden Handstand kann, bin ich einfach eine coole Alte 🙂

Es ist (fast) nie zu spät, sich einer neuen Herausforderung zu stellen! Habt einen schönen Tag! Und bis bald.

Das bin dann bald ich. Im Moment ist es noch Karin Dimitrovova, mit deren Hilfe ist es soweit schaffen will.

PS: Ein spezieller Gruß an dich, Marcel! Leon hat mir erzählt, dass du meinen Blog liest. Ich fühle mich geehrt, wenn auch mal die Jugend hier reinschaut! Grüße an deine Familie!


PPS: Die Empfehlungen und Links haben keinen kommerziellen Hintergedanken. Ich bekomme von niemandem eine Provision, sondern freue mich, wenn ihr von meiner Erfahrung profitieren könnt.

Fast Fasten Tag 9

Fast Fasten Tag 9

Die Ereignisse „draußen“ überschlagen sich. Hier drin same same. Wieder eine große Runde in den Weinbergen spaziert gewalkt. Trotz Sonne meist kopfunter weil der Wind so schneidend war. Heute bin ich weiter Richtung Gols gegangen. Hier wächst der Wein vom Heinrich, einer meiner Lieblingsroten. In der Ebene steht das riesige Firmengebäude, sehr futuristisch, die eine oder andere Dachschindel wurde sicher von uns finanziert…

Das Foto wurde vom Touri-Fotopoint aus gemacht. Daher die komische Sonne rechts oben.

Fachlicher Segen

Die Abschlussgespräche mit Ärztin & Diätologin waren unspektakulär. Bemerkenswert fanden wir, dass ich, obwohl ich mein Kalium & mein Magnesium nicht einnehme, kaum Krämpfe habe… Ob es an der Zucker- oder der Alkoholkarenz liegt, kann keine so genau sagen. Ich werde das ab nächster Woche austesten 🙂

Gewogen hab ich mich noch nicht, das mache ich unter kontrolloierten Bedingungen daheim. Ines und ich haben diese wie folgt definiert: jedenfalls morgens, nackt – und zwar ganz nackt (keine Uhr, kein Ketterl), Darm & Blase leer, alleine 🙂

Insofern gibt´s die Waagen-Wahrheit erst am Sonntag.

Die vorläufige Bilanz

kann sich sportlich jedenfalls sehen lassen: Jeden Tag außer einem 5-7 km gewalkt, täglich morgens Gymnastik, 4 x Coretraining, 2 x Cardio am Stepper. Wenn ich nix abgenommen haben sollte, hab ich Mukis aufgebaut!

Diese wurden heute noch mal ordentlich bearbeitet – genauer gesagt: geschröpft. Danach sieht man zwar bissl derangiert aus für ein paar Tage. Aber es tut super gut!

Das letzte Abendmahl

war leider enttäuschend. Eine gatschige „Paella“, die diesen Namen echt nicht verdient hat. Das Ananas-Kompott hat mich ein kleinwenig entschädigt. Aber nur klitzeklein. Wein hab ich mir verkniffen. Den genieße ich morgen Abend mit meinem Mann.

Morgen Vormittag gönnen ich mir nochmal die Gymnastik und das Core-Traing.

Und jetzt schau ich, wer heute zurückgetreten ist. Ich hätte da noch ein paar Wunschkandidati:innen!


PS: Ich habe mich heute bei dem Kellner entschuldigt, wegen der Pfirsichsache gestern. Er hat herzlich gelacht und gesagt: „Iberhaupt kain Probläm!“

Fast Fasten Tag 8

Fast Fasten Tag 8

Heute hab ich leider kein Bild für euch 🙁

Ich war zwar wieder sehr lange spazieren – nein: walken, das klingt dynamischer – aber das Wetter war so schlecht und meine Strecke so öd, dass ich mein Telefon wirklich nur zum Podcast-Hören verwendet habe.

Das Essen hängt mir jetzt schon ein bissl zum Hals raus. Heute Mittag gabs klare Selleriesuppe, die hab ich geskipped. Sellerie und ich geht nicht zusammen. Dafür war die Karotten-Koriander-Suppe ausgezeichnet. Beide Hauptspeisen enthielten Gluten, also enthielt ich mich ihrer. Das Dessert war was für echte Masochist:innen: ungesüßtes Weichselpurée. Hab ich auch auslassen. Dafür hab ich – leider – jetzt beim Abendessen ordentlich reingehaut: Erst eine dicke Kartoffel-Lauch-Suppe, Gemüsestrudel (für mich ohne Strudel), richtig gute Braterdäpfel mit Yoghurtsauce. Komischerweise stand das Weichselpurée wieder zur freien Entnahme…

Mea Culpa

Mir ist ein echt peinlicher Irrtum passiert: Ich war bei der Fußpflege. Damit der Lack trocknen kann, setze ich mich in den sogenannten Teeraum, einen Extrabereich im Speisesaal. Und bestelle mir einen kleinen Espresso – wegen der Leber warats. Und plötzlich umfängt mich eine Wolke billigen Pfirsichduftes. So wie auf den Toiletten von Einkauszentren oder Kinos. Das eklige Zeug, das es von oben runtersprüht, wenn man die Klotüre zumacht. (Findet eigentlich irgendwer den Geruch von Kacke gemischt mit synthi-Pfirsich besser als Kacke pur? Ich nicht.)

Also dieser Duft wabbert um mich rum. Ich – immer schon extrem geruchsempfindlich – wechsle den Platz, weil ich glaube direkt unter dem Aromadiffusor zu sitzen. Hier: Same same. Nächste Ecke: Pfirsichwolke.

Die 4. Ecke ist besetzt, sonst hätte ich die auch noch ausprobiert. Mit diesem „Aroma“ in der Nase, kann ich meinen Espresso nicht mehr genießen. Ich trinke aus und geh mich beim Kellner beschweren. Echt, ich meine, wer braucht Klospray im Restaurant?!

Hier sind lauter sehr freundliche Ungar:innen beschäftigt. Der Kellner versteht mein Problem zunächst nicht. Ich „ziehe“ ihn in den Teeraum, deute auf den vermeintlichen Diffusor. Er versteht, wundert sich zwar, aber entschuldigt sich mehrmals und meint, er wird das weitergeben, dumme Idee von der Dirrektion, kann man im Restaurant ja wirklich nicht, usw.

Im Zimmer angekommen ist der Geruch allerdings immer noch nicht weg. Ich – Klo-geschädigt – denke mir, dass ich wohl genau angesprüht wurde. Hänge meine Gewand auf den Balkon. Sitze in der Unterwäsche da und stinke immer noch. Und dann taucht vor meinem geistigen Auge die Fußpflegerin auf… wie sie zu einer Pfirsich-farbenen Tube greift und mir damit die Füße massiert. ***Extremerrötung***

Ich wollte mich dann natürlich beim Kellner entschuldigen. Aber leider hatte er schon Dienstschluss. Demnach muss ich morgen Asche auf mein Haupt streuen gehen…

#MomToo

Am frühen Abend lauschte ich einem sehr spannenden online-Vortrag von Kaitlyn Chang organisiert von Strategie Austria mit dem neugierig-machenden Titel „#MomToo, Crocodiles and Swans“. Es ging um die Story hinter #MomToo, die Strategie gegen Motherhood Penalty am Arbeitsplatz und den unbewussten Gender-Bias in der Gesellschaft.

Jetzt hab ich doch ein Bild für euch 🙂

Dieses Bild von Kaitlyn Chang und ihrer Tochter bei einem Vortrag auf dem Forward Festival kursierte vor kurzem Europa-weit im Netz. Es wurde bisher von 6 Millionen Menschen angeschaut (Foto © Niklas Schnaubelt)

Das traf insofern gut zusammen, als ich gerade das Buch „Die unsichtbaren Frauen, Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ingoriert“ von Caroline Criado-Perez lese. Ein sehr erhellendes Buch darüber, warum Männer das Maß aller Dinge – im wahrsten Sinne des Wortes – sind, und was das mit uns Frauen auf der ganzen Welt macht.

Fast high

Man sagt ja, dass nach dem Fastentief das Fastenhigh käme. Da ich ja nur fast gefastet habe, ist mein High nicht ganz so hoch. Aber ich fühle mich vor allem körperlich richtig stark. Und das meine ich wortwörtlich. Auch die Schmerzen im unteren Rücken sind weg. Ich hoffe, ich kann mir diesen Zustand möglichst lange erhalten – auch wenn jetzt viele Geburtstage (auch meiner) sowie pauschalere Feste anfallen.

Ich habe heute übrigens 14.150 Schritte gemacht, 25 Minuten Gymnastik, 25 Minuten Core-Training und 25 Minuten Stretching. Dieses Niveau werde ich nicht halten können! Dazu reicht nicht mal meine senile Bettflucht, die mich mittlerweile vor 6 aufwachen lässt! Achja: Ich habe 2032 Kalorien verbraucht.

Morgen ist nochmal Fullservice angesagt mit lauter Abschlussgesprächen und einer „intensiven Schröpfmassage“!

PS: Für daheim hab ich mir schon die super Suppe von Paul Ivic gewünscht. Die müsst ihr unbedingt probieren!