Hören! Andrea Wulf, Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

Hören! Andrea Wulf, Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

Alexander von Humboldt war der erste Science-Popstar der Weltgeschichte. Ganz ohne Telekommunikation schaffte er es, rund um den ganzen Erdball bekannt und verehrt zu werden! Er war der erste Ökofreak und der erste Gutmensch. Er erkannte vor 250 Jahren den von Menschen gemachten Klimawandel und legte den Zusammenhang zwischen Kolonialismus, Ausbeutung und Naturzerstörung dar.

Er war ein Gelehrter, der nie aufhörte zu lernen. Er teilte großzügig sein Wissen, war humorvoll und eloquent, ein zäher Ausdauersportler, ein echter Reinbeißer. Ein loyaler Freund und intellektueller Sparringpartner anderer Genies wie Goethe und Schiller.

Humboldt wurde 90 Jahre alt. Bis zum Schluss wachen Geistes und offen für Neues. Er inspirierte Künstler und Wissenschafter auf der ganzen Welt und bereitete vielen epochalen Erkenntnissen den Weg wie zum Beispiel Darwins Evolutionstheorie.

Andrea Wulf wird mit ihrer Biografie dem Superlativ dieses Mannes durchaus gerecht. Die ungekürzte Lesung von  Christian Baumann dauert fast 16h! Wulf widmet auch jenen Menschen Raum, die maßgeblich von Humboldt beeinflusst waren wie z.B. dem Schriftsteller Henry David Thoreau, John Muir, der als Großvater der US-amerikanischen Naturschutzbewegung gilt oder Charles Darwin, dessen revolutionäres Hauptwerk, die Entstehung der Arten nur einige Tage nach dem Tod Humboldts erschienen ist.

 

Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur
Andrea Wulf
Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur
Gelesen von Christian Baumann
Originaltitel: The Invention of Nature
Originalverlag: John Murray (Hachette), London 2015
Aus dem Englischen von Hainer Kober
ISBN: 978-3-8445-2375-1
Verlag: der Hörverlag

Der Sprecher, Christian Baumann, legt sein Rolle eher zurückhaltend an. Aber bei der Länge des Hörens ist frau dankbar für die Feinheit der Nuancen.

Hier geht´s zur Hörprobe

Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur ist 2015 zunächst auf Englisch erschienen. 2016 erhielt Andrea Wulf den Bayrischen Buchpreis. Das ZDF sagt über Andrea Wulf sie wäre „der neue Star der Sachbuch-Szene“. Für Denis Scheck, den bekannten Literaturkritiker der ARD, ist das Buch „Eine glänzende Lektüre, ein Abenteuerspielplatz des Geistes.“ Der Welt-Rezensent Matthias Glaubrecht ist da kritischer, er wirft Wulf die Überhöhung Humboldts vor. Auch der Standard ist mehr von der Form als vom Inhalt begeistert: „Glänzend erzählt, aber eher wenig reflektiert“ urteilt Oliver Hochadel.

Ich gebe eine uneingeschränkte Hör-/Leseempfehlung ab: So macht Geschichte-Lernen Spaß!

PS: Ich habe das Hörbuch als CD bekommen.Um es auf das iPhone zu bekommen, habe ich die Dateien über iTunes in meine Mediathek gespielt. Leider erkannte das Telefon nicht, dass es sich um ein Hörbuch handelte. Das hatte zur Folge, dass ich keine Lesezeichen setzen konnte und so nie wusste, wo ich das letzte Mal pausiert hatte. Zudem spielte der Zufallsmodus nachdem frau gerade zu Rag´n Bone Man die Hüfte geschwungen hatte, Kapitel 170 über die Humboldt´sche Russland-Expedition… Falls jemand eine Idee hat, wie das schlauer geht, bitte um Info!

PPS: Falls ihr Daniel Kehlmanns fiktives Aufeinandertreffen zwischen dem Mathematiker Gauß und Humboldt, Die Vermessung der Welt, noch nicht gelesen (oder gesehen) habt, wäre das eine großartige Gelengenheit!

Gemüseauflauf mit Quinoa, Kohlsprossen & Kraut

Gemüseauflauf mit Quinoa, Kohlsprossen & Kraut

Idealer Winterauflauf! Allerdings ein bissl mühsam, weil viele Schritte gleichzeit erfolgen. Einfach zu zweit zubereiten 😉

gemueseauflauf

Zutaten für 6 Portionen

200g Quinoa
1 Bund Jungzwiebel
400ml Gemüsesuppe (im Originalrezept sind 500ml angegeben, aber mir wurde der Quinoa zu flüssig)
300 ml Obers (250 reichen auch)
300 ml Milch
3 Gewürznelken
1 Zimtstange
1/2 TL gemahlener Koriander
1/2 TL Muskat
1 Knoblauchzehe
700g Weißkraut
800g Kohlsprossen (ich hab TK verwendet)
600g Karotten
Butter für die Form
120g Emmentaler

Zubereitung

Quinoa kalt abspülen. Jungzwiebel putzen  und in feine Ringe schneiden. Suppe aufkochen, Quinoa mit Zwiebelringen dazugeben, bei niedriger Hitze ca. 20 Minuten kochen. (Der Quinoa muss nicht ganz durch sein, aber eher trocken, dann kann er noch mehr leckere Auflauf-Flüssigkeit aufnehmen.)

Obers, Milch, Gewürze in einen Topf geben, Knoblauch schälen, grob hacken, und dazugeben. Aufkochen, mit Salz abschmecken und vom Herd nehmen. Ca. 20 Minuten ziehen lassen.

Kraut putzen, Blätter z.B. mit Gemüseraspel oder scharfem Messer in feine Streifen schneiden. In einer Schüssel mit einer guten Prise Salz vermischen und 20 Minuten ziehen lassen.

TK-Kohlsprossen 2-3 Minuten in kochendem Salzwasser garen. Abschrecken, abseihen.

Karotten in feine Ringe (ca. 2mm) schneiden.

Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen. Mittelgroße Auflaufform mit Butter einfetten. Quinoamasse einfüllen und gleichmäßig verteilen. Kraut abgießen (falls es Wasser gelassen hat) und auf Quinoa verteilen. Karottenscheiben darüber verteilen, Kohlsprossen als letzte Schicht. Milchmischung drübergießen, Käse reiben und darüber verteilen. Auf mittlerer Schiene 45 Minuten backen.

Friederike Gösweiner, Traurige Freiheit

Friederike Gösweiner, Traurige Freiheit

Ich gehöre jetzt einem Literarischen Quintett an! Ist das nicht schön schrullig? Auf Betreiben meiner Freundin Ines treffen einander 5 Frauen um über ein Buch zu sprechen, über dessen Wahl demokratisch abgestimmt wurde.

Ich hatte  ja Peter Henisch, Suchbild mit Katze, nominiert. (Wie auf merksame LeserInnen wissen, liebe ich Henisch!) Außerdem gingen John Irving, Straße der Wunder, Heinrich Steinfest, Der Allesforscher und Martin Suter, Elefant, ins Rennen. Die Demokratie verdammte mich jedoch zu Traurige Freiheit.

Na wenigstens eine Frau, dachte ich, eine österreichische. Der Klappentext machte mir Angst. Die Geschichte beruflichen Scheiterns könnte man eventuell persönlich nehmen. Hoffnung machte mir hingegen das „Sprachkunstwerk“, das mir Klaus Zeyringer von Literatur und Kritik am Buchrücken versprach.

Ich mach´s kurz: Es gibt 2 gute Dinge an Traurige Freiheit: Es hat nur 143 Seiten und den Satz „Von hier nehmen, das musste man das Leben.“ Der Rest ist eine Aneinanderreihung von Ödnis inhaltlich wie sprachlicher Natur. Banale Metaphern, die alle mit irgendwie „Fallen“ zu tun haben.

„Es gab ja kein Entrinnen, nichts konnte den Mann retten. Und er war ganz allein, da war niemand sonst, niemand, der Notiz nahm von ihm. Er war ganz allein mit sich auf dem Foto. Er fiel und fiel und fiel, haltlos (sic!), verloren, allein. Es war bestürzend (sic!), das zu sehen (…)“

Echt jetzt: „haltlos“, „bestürzend“? Vielleicht ist diese begriffliche Flachheit ja schon wieder genial, bloß erkenne ich es halt nicht …

Andere sehen das ja auch anders. Sonst hätte Gösweiner wohl nicht den Öster. Buchpreis verliehen bekommen. Auch das Restquartett (oder ist das jetzt das Restqunitett?) war nicht ganz so kritisch. Christine war sogar sehr angetan! Es wäre ein Roman typisch für die Generation Y. Eine Generation, die nie gelernt hätte zu scheitern und letztlich daran zerbrechen müsse. Der fehlende sprachliche Manierismus wurde als mutig und konsequent beurteilt. Als Sprache der Zeit.

Schön war jedenfalls, mit anderen Literaturinteressierten darüber zu sprechen. Zu hören, dass es durchaus auch eine andere Rezeption als die eigene gibt. Dazu hat mensch ja nur selten die Gelegenheit. (Mit dem Feuilleton lässt sich schwer in Dialog treten…)

Friederike Gösweiner Traurige Freiheit Verlag Droschl 9783854209768 143 Seiten
Friederike Gösweiner
Traurige Freiheit
Verlag Droschl
9783854209768
143 Seiten

Erster Satz: „Dann hat es wohl keinen Sinn mehr“, sagt Hannah.

Bis zum nächsten Mal wird´s eine Weile dauern. Wir haben uns den 900 Seiten starken Roman Ein wenig Leben der Hawaianerin Hanya Yanagihara vorgenommen, den mir am selben Tag auch meine Freundin Petra ans Herz gelegt hatte.

Meanwhile höre ich den zweiten Band des neapolitanischen Familienepos´ von Elena Ferrante. Seeehr zu empfehlen!


PS: Danke für den Motivationsschub an Flo Schmidt, der einen neuen Blogbeitrag urgierte & auch bekam 😉

Joachim Meyerhoff liest Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Joachim Meyerhoff liest Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Großartiges Hörvergnügen auf höchstem Niveau!

Dieses Hörbuch ist nicht für das Hören in der Öffentlichkeit gemacht. Es sei denn, mensch ist völlig humorbefreit, kann sich das Lachen für den Keller aufheben oder ist schambefreit. Denn: lautes Lachen garantiert!

Joachim Meyerhoff, Autor und Schauspieler, liest sein eigenes Buch. Er tut dies so eindringlich und authentisch, dass ich eine unbedingte Empfehlung für das Hörbuch ausspreche. Meyerhoff gibt die Erlebnisse seiner Studentenjahre, die er bei seinen Großeltern wohnend verbracht hat, extrem herzhaft wieder. Selten wurden Familienmitglieder, -traditionen,  und Spleens dermaßen witzig beschrieben: Der bourgeoise Habitus, die Divenhaftigkeit der Großmutter, Großvaters Hyperintellektualität, beider intensiver und regelmäßiger Alkoholkonsum, die Marotten die sich über die Jahre gefestigt haben, die physischen und psychischen Ausfälle, die Gewohnheit und Altern mit sich bringen.

Köstlich auch das Kapitel über die Aufnahmeprüfung in die Schauspielschule, die Meyerhoff – trotz explizierter Unengagiertheit – zu seiner großen Überraschung, geschafft hat. Oder die Erinnerung an den Familienausflug mit Picknick, der ein fatales, automobiles Ende nimmt.

Meyerhoffs Vortrag ist extrem dicht und laut und dennoch sehr intim. Fast hetzt er duch seine Jugendjahre, soviel hat er zu erzählen. Wenn er den alkoholischen Tagesablauf seiner Großeltern beschreibt, fühlt sich die Zuhörende spätestens zu Mittag ebenfalls beschwipst. Selbst den Tod des Großvaters weiß Meyerhoff komisch nachzuerzählen, wenngleich man ihm den Schmerz ob des Verlustes deutlich anhört.

Falls ihr euch (oder anderen) zu Anfang des neues Jahres etwas Gutes tun wollt, gönnt euch dieses Hörbuch! Es ist prachtvoll-komisch, sehr gescheit und äußerst liebenswert!

ach-diese-luecke

Hörprobe

Linsengröstl mit Kohl und Cashews

Linsengröstl mit Kohl und Cashews

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Zutaten für 4 Portionen

130g Berglinsen oder 1 Dose Gemüselinsen
1/2 Kohlkopf
2 Lauchstangen
150g Babyspinat (nicht zwingend nötig)
500g Faschiertes (kann natürlich auch durch Tofuschnetzel o.ä. ersetzt werden)
1 EL Massaman Currypaste
2 EL Fischsauce
1 Handvoll Korinthen oder Rosinen oder getrocknete Cranberrys
1 Handvoll geröstete Cashews

Zubereitung

Die Linsen mit reichlich Wasser zustellen und ohne Salz ca. 30 Min. kochen bis sie weich sind oder Dosenlinsen abtropfen lassen. Den Kohl entblättern, die Blattrippen entfernen und mitsamt dem Lauch in Streifen schneiden. Spinat waschen und trocken schleudern. (Auf Anraten meiner Freundin Corine hab ich mir vor einiger Zeit eine Salatschleuder gekauft. Kann ich echt empfehlen!)

Eine Pfanne erhitzen, das Faschierte mit der Currypaste und der Fischsauce zugeben und unter häufigem Rühren so lange rösten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist und das Fleisch knusprig wird. Zur Seite stellen. In der Pfanne etwas Öl erhitzen und das Gemüse etwa 5 Minuten anbraten. Fleisch und Linsen zugeben, kurz durchrösten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, Babyspinat, Korinthen und grob gehackten Cashews darüber verteilen und servieren.

Quelle: News

Tagliatelle mit Walnüssen und Steinpilzen

Tagliatelle mit Walnüssen und Steinpilzen

Üppig aber herrlich!

Eventuell kommt euch dieses Rezept bekannt vor. Es stand lange Zeit in der Küche der Kleinen Agentur. Da es diese aber schon seit einiger Zeit nicht mehr gibt, sind die Rezepte jetzt umgezogen.

Zutaten für 4 Portionen

500g Tagliatelle
20g getrocknete Steinpilze
10 ausgelöste Walnüsse
110g Butter
1 Messerspitze abgeriebene Orangenschale
Pfeffer
4 EL gehackte Petersilie
75g geriebener Parmesan

Zubereitung

Die getrockneten Steinpilze in kochendem Wasser ca. 30 Min. aufweichen, anschließend sehr klein schneiden. Während die Tagliatelle bissfest gekocht werden, die Walnüsse fein hacken und beiseite stellen. Die Butter in der Pfanne leicht bräunen, Pilze einrühren, mit Orangenschale, Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken. Walnüsse und Steinpilzbutter mit den Tagliatelle gut vermischen. Geriebenen Parmesan dazu reichen. Unbedingt mit Blattsalat servieren.

Im Nebel des Grauens. Mein NLP-Einführungs- seminar.

Im Nebel des Grauens. Mein NLP-Einführungs- seminar.

img_2217In meiner Kindheit muss ja ziemlich viel schief gelaufen sein. Was ich ich für „schädliche“ Glaubenssätze mit mir herumschleppe! Was für ein „suboptimales“ Leben ich doch führe!

Der Herr, dem ich diese Erkenntnis verdanke ist „Österreichs Nr. 1 Coach“* René Otto Knor. Wissbegierig wie ich bin, wollte ich mir über NLP mein eigenes Bild machen, hatte ich doch von NLP nur Schlechtes gehört. Und das nicht erst seit „Ich-freu-mich-so“-Hofer. Also hatte der mich kalt akquirierende Verkäufer Strategieberater ein leichtes Spiel. Er riet mir nachdrücklich zu einem 2tägigen NLP Einführungsseminar um € 130,- in der Wolke 19. Schon die Location reizte mich. Und vielleicht ist NLP ja doch besser als sein Ruf…

/Cool ist, dass wir gratis zu John Harris im DC-Tower gehen dürfen. Das nütze ich natürlich gleich aus und laufe unter Reichen und Fitten mit Aussicht auf Donaukanal  Donauinsel und Kahlenberg, gehe in die Biosauna, die nur für mich geöffnet hat./

Es beginnt schon unsympathisch mit Bevormundung: Es gibt nur koffeinfreien Kaffee. (JedeR ist zwar für seine Gesundheit selbst verantworlich, aber bei so gefährlichen Drogen wie Koffein muss der verantwortungsvolle Veranstalter Vorsich walten lassen!) Dafür aufmunternde Musik wie The Winner takes it all, One Moment in Time, Ein Hoch auf uns, We are the Champions, … ***du verstehst was wir meinen, zwinker, zwinker***

Erstes Fremdschämen als der alleskönnende Vortragende (Nr. 1 Lebenserfolgs-Coach, Bestsellerautor, Aufstellungsleiter, Feuerlauftrainer, Schamane, …) auf die Bühne „geklatscht“ wird (von der eigens mitgebrachten Claque wie sich heraustellen soll). Nicht mehr nur Fremd- sondern Eigenschämen spätestens beim „Sackhüpfen mit dem Sessel“ mit finaler  Abschlussjubelgeste (alles mit Faust ist gut). Dann mehr Angst als Scham, als 140 Menschen gleichzeitig und immer schneller hüpfen und laut ein-und ausatmen (das klingt wie wenn eine Armee marschiert…). Und noch enige weitere Male das ziehende Gefühl in der Magengegend (Wo ist das Loch in der Erde!?) während der 1,5 Tage. (Ich hab vorzeitig abgebrochen, weil mich meine falschen Glaubenssätze daran hindern das Schlussritual zu vollziehen. (Abschlusstanz, Abklatschen mit René, One Moment in Time, gaaanz großes Kino!)

Aber jetzt mal abgesehen vom TschakkaTschakka, konnte ich mit ein paar Inhalten wirklich was anfangen. Vor allem, dass mensch aus seiner Komfortzone heraus muss, um sich weiterzuentwickeln. Ja ich weiß eh, ein No-na, aber dennoch wichtige Botschaft. Ich bin auch der Überzeugung, dass wir alle schädliche Glaubenssätze mit uns herumschleppen, die uns in unserer Entwicklung behindern. Leider wird diese Entwicklung in der Knor´schen Interpretation nahezu ausschließlich im Sinne von wirtschaftlichem Erfolg verstanden. (Ausschließlich männliche) Beispiele wie Donald Trump, Armanzio Ortgea (Zara-Eigentümer), Bill Gates wurden herangezogen. 100 Millionen Euro als erstrebenswertes Einkommensziel angesetzt. (Pflegende und Haushaltsführende sind übrigens deshalb nicht reich, weil sie am Helfersyndrom leiden und deshalb nicht genug Geld fordern. Mutter Teresa tat was sie tat um „bedeutsam“ zu sein.)

Der Grundgedanke ist der: Du allein bist ganz allein für dein Glück verantwortlich. Bist du nicht reich? Deine schuld! Bist du nicht gesund? Deine Schuld! Kennst du nicht die richtigen Menschen? Deine Schuld. Hast du nicht genug Pension? Hättest dich mal früher drum kümmern müssen! Mit der richtigen Einstellung, den richtigen Glaubenssätzen kannst du alles erreichen.

Nichts gegen Selbstverantwortung. Aber wenn mensch das weiterdenkt, dann landen wir bei einer völlig entsolidarisierten Gesellschaft. Wenn jedeR in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, dann braucht die Gesellschaft es ja nicht zu tun!

Wer Knors NLP-Interpretation zu Ende denkt, landet beim Faschismus: Wenn du nämlich nicht glaubst, was dir hier erzählt wird, dann hast du eben falsche Glaubenssätze, von denen du dich befreien musst, denn es sind „suboptimale geistige Zustände“.

Meine falschen Glaubenssätze hindern mich auch Spaß daran zu haben, wildfremde Menschen zu umarmen, gemeinsam mit ihnen den Guru am zweiten Tag frenetisch herbeizuapplaudieren und am Ende des Seminars die „größte Chance meines Lebens“ zu ergreifen und sofort um ein paar tausend Euro den NLP-Practitioner und den Master zu buchen. („Zögere nicht! Zögern bringt nichts!“) Ich habe sogar widerstanden Knors Bestseller  Ja, Ich bin mir s!cher (sic!) zu kaufen. Ich unbelehrbares Würstchen.

Daher werd ich auch keine 1.000,- Euro Stundenhonorar verlangen können und stets ein suboptimales Leben führen. Anders als die geschätzen 60%, die diese einmalige Gelegenheit nützen und gleich unterschreiben. (Das Pensionssystem dankt!)

Die Methoden/Tricks auf der Metaebene

  • sprich dein Publikum mit „liebe Freunde“ an
  • lass das Publikum deine Sätze vollenden
  • und gib ihm dann Recht
  • mach bedeutungsvolle Pausen
  • zitiere große Männer (Schopenhauer, zufällig der Erfinder der Eristik, der destruktiven Rhetorik)
  • zitiere große Studien  am besten von großen Konzernen (IBM)
  • wiederhole alles Bedeutsame 2-3 Mal hintereinander
  • belege deine Thesen mit Einzelfällen

Angeblich gibt es viele „Schulen“ des NLP. Das Schicksal hat mich zu René Oto Knor getrieben. Mein NLP-Bedarf ist gedeckt. Time to say Goobye!

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Im Falter sind anlässlich der x-ten Bundespräsidentenwahl meherer Artikel zu NLP und schwarzer Rhetorik erschienen sowie eine Videoanalyse von Norbert Hofer.

https://www.falter.at/falter/e-paper/lesen/462/falter-46-16
https://cms.falter.at/falter/2016/11/15/hinter-der-maske/

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*Zitate in kursiv und unter Anführungszeichen sind Originalzitate von René Otto Knor

PS: Danke an Nadja und Andrea, die ich dort kennen- und schätzen gelernt  habe. Wir hatten trotz allem sehr viel Spaß!

Veggie-Nachopfanne mit Guacamole

Veggie-Nachopfanne mit Guacamole

Erinnerungen an unsere Costa-Rica-Reise kommen hoch! Auch für nicht-Bohnen-Fans wie mich durchaus geeignet!

Zutaten für die Nacho-Pfanne (3-4 P.)
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 roter Paprika
1-2 rote Chillis (je nach Bedarf 😉
400g Kidneybohnen (Dose Abtropfgewicht)
2 EL Olivenöl
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
1 TL Paprikapulver
400g Pelati (geschälte, gewürfelte Tomaten)  aus der Dose
1 EL Kakaopulver  (echter Kakao!!!)
200g Nachos
100g Cheddar
100g Feta

Dip

Sauerrahm

Guacamole
2 (reife) Avocados
1 Limette
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
Salz

Zubereitung

Für die Nachos Zwiebel, Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika klein würfeln. Chilis fein hacken. Bohnen abseihen, abspülen und abtropfen lassen. Olivenöl in einem  großen Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch, Paprika und Chili dünsten, Gewürze einrühren bis sie duften. Tomaten, Bohnen und Kakaopulver dazugeben, ordentlich salzen und ca. 10 Minuten köcheln lassen bis die Mischung eindickt.

Backrohr auf 200°C (Umluft) vorheizen. Nachos in einer Auflaufform verteilen, Bohnenmischung darauf verteilen. Cheddar drüberreiben, Feta drüberbröseln. Auf mittlerer Schiene 20 bis 25 Minuten backen bis der Käse goldbraun ist und die Mischung Blasen wirft.

Für die Guacamole das Fruchtfleisch der Avocados mit einer Gabel zergatschen, mit 2 EL Limettensaft & 2 EL Olivenöl (mache ich nie, steht aber so im Original-Rezept) vermischen. Knoblauchzehe hineinpressen, salzen, pfeffern.

Nachopfanne mit Guacamole und Rahm servieren und Santana dazu hören!

Aus: Frisch gekocht