Fasten Tag 1

Fasten Tag 1

Eigentlich gilt´s ja immer noch nicht. Die Kurärztin hat mir dazu geraten, es langsam mit 1 weiteren Tag leichte Schonkost und 1 Gemüsetag anzugehen. Ich gestehe, ich hab mich nicht arg gewehrt.

Also gabs heute zum Frühstück Polentabrei mit pürierter Frucht. Zu Mittag eine Kartoffel-Lauch-Suppe, danach üppige Portion gebratenes Gemüse mit Erdäpfeln – da hab ich schon ein paar übrig lassen. Und jetzt am Abend eine klare Gemüsesuppe mit Spätzle für die anderen, gefolgt von gebratenem Gemüse mit kleinen Fetastückchen. Die Nachspeise, das ist immer eine Form von gegartem Obst, hab ich auslassen. Insofern kann ich nur von dezentem Hunger kurz vor Mittag berichten.

Kopfweh aufgrund des Kaffee- und Zuckerentzugs ist schon da.

Eine Massage hatte ich auch schon. Leider hatte es der Masseur ein bissl eilig. Aber es war angenehm fest. Ich kann so Kitzel-Streichel-Massage nicht ausstehen.

BIA=1A

BIA ist die Bioimpedanzanalyse. Dabei werden diverse Parameter wie Wasser im Körper, Fettanteil, Zellqualität … gemessen. Mein Ergebnis ist optimal: 6 von 6 lachenden Gesichter – wie in der Volksschule 🙂 Besonders gut schneidet meine Body Cell Mass (BCM) ab. Das freut mich insofern als das bedeutet, dass ich viele stoffwechselaktive Zellen habe. Das wiederum resultiert aus nachhaltig gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung! Juhu, ich kann gleich wieder heimfahren, die Wampe ist nur ein kosmetisches Problem.

Auch der Phasenwinkel, von dem ich zuvor noch nie gehört habe, gibt Anlass zur Freude. Dieses Maß gibt Auskunft über die Qualität der Magermasse (= Muskel- & Organzellmasse). Ein hoher Phasenwinkel geht mit einem guten Ernährungs- und Trainingszustand einher. Meiner liegt bei 6,6, was bei meinem Alter Smiley-würdig ist.

Stimmung ganz gut

Der November ist ja mein absoluter Hass-Monat. Der kann wirklich gar nix: kalt, feucht, grau und läutet den Winter verst ein. Um nicht im Trübsinn zu verharren, hab ich mir bei meiner heutigen Weinbergrunde zur Aufgabe gemacht, das immer noch Bunte zu suchen. Ein paar Farbkleckse gibt die Natur noch her:

Klösterliche Stille

Seltsam hier ist, dass man sich nicht austauscht und mit niemandem ins Gespräch kommt. Alle haben ihre Masken auf, sitzen im Restaurant auf Einzeltischen und halten Abstand (bis auf die junge Dame, die im Fitnesscenter genau neben meiner Yogamatte maskenlos Gewichte stemmte und vorschriftsmäßig tief ein- und ausatmete!). Ich vermisse meine Freundin Ines, mit der ich die letzten Jahre (außer 2020) im wundervollen Biohotel Daberer Basenfasten war. Wir haben trotz Fasten immer eine echte Gaude gehabt.

Um Zeit totzuschlagen, war ich sogar heute nochmal am Stepper. Wenn die Müdigkeit und die Muskelschmerzen kommen, werde ich das eh auslassen.

Bis morgen!

Fasten Tag 0

Fasten Tag 0

Ich bin angegessen. Heute Abend noch leichte Vollkost. Das bedeutet Kartoffel-Karotten-Lauch-Suppe, Salat aus Roten Rüben, Karotten, Cous-Cous, geräuchertem Tofu, dann gedünsteter Kohlrabi mit Frischkäse und Perlweizen. (Foodporn – also Fotos vom Essen – gibt´s keine, weil Handy-Verbot im Restaurant.) In meiner Angst hab ich trotz Glutenunverträglichkeit sowohl Cous-Cous wie auch den Perlweizen (teilweise) gegessen. Die machen aus meinem Bauch einen kleinen Heißluftballon. Gut dass ich schwer bin… sonst würde ich mich jetzt an der wirklich staubigen Deckenlampe verbrennen…

Marienkron darf übrigens trotz Lockdown offen haben, weil es eine Krankenanstalt ist. So schauts zwar wirklich nicht aus, aber es hat schon einen sehr „institutionellen“ Charakter.

Genießen bis zum Schluss

Ich bin nicht so der Typ vorfasten, eher mehr vorgenießen. Also gabs gestern noch ein gutes Schluckerl vom Vinho Verde und ein Nasi Goreng. Blöderweise war ich heute auch noch hungrig und mit Fastenaussichten beim Merkur. Da bekommen sogar eklige Mozartkugeln eine ungeahnte Attraktivität. Zimtmandeln sinds dann geworden. Von der Kassa, bis nachhause war die halbe Packung weg… Torschlusspanik quasi.

Heute Mittag Spitzkohl mit Creme Fraiche und Speck, fällt ja eigentlich schon unter Schonkost. (Übrigens der Spitzkohl ist jetzt grad reif und es gibt ihn bio aus dem Marchfeld!)

Ich kam also eher unhungrig hier an. Und gehe unhungrig zu Bett.

Zwischendruch war ich sogar noch 30 Minuten am Stepper, um 3 Zimtmandeln abzuarbeiten.

Seltsame Stimmung

Ich weiß nicht warum, liegts an Corona oder an der Aura des Hauses (too many Kruzifixes?) oder an meiner Hungerangst, ich finde hier herrscht eine seltsame Stimmung. Oder besser gesagt, ich fühl mich hier (noch?) nicht besonders wohl. Dabei bin ich eigentlich gerne alleine.

Gut ist, dass ich in meinem Zimmer Platz für meine Yoga-Matte habe. Bei meinem Morgen-Yoga hab ich nicht gern Gesellschaft.

Schade ist, dass ich keine Badewanne habe für meine Basenbäder mit dem wunderbaren Basenbad vom Felslindenhof.

Schade ist auch, dass ich meine Sportschuhe zuhause vergessen habe und hier Gymnastik-, Yoga- und Fitnessraum nur mit solchen betreten werden dürfen.

Gut ist, dass mein Mann mir schon ein DPD-Paket gepackt hat. Auch gleich mit Socken, die hab ich nämlich auch vergessen… Hoffentlich ist der DPD im Burgenland verlässlicher, sonst musss ich mir mein Packerl an einer Packstation im Nebenort abholen, weil an der Hotelrezeption niemand anzutreffen war.

Sehr schön ist das Corporate Design von Marienkron.

Und jetzt geh ich Heidi. Ich bin ja schließlich zur Erholung da. Gute Nacht.

Martina Parker, Zuagroast

Martina Parker, Zuagroast

Compliance-Hinweis: Ich habe noch nie ein Buch von jemandem rezensiert, den ich kenne, geschweige denn, von jemandem, die hier schon einen Blogbeitrag geschrieben hat! Ich bin sozusagen voreingenommen.

Bei Martina Parkers Zuagroast handelt es sich um einen „Gartenkrimi“. Mein Verhältnis zu Krimis ist ein zwiespältiges: Einerseits mag ich spannungsgeladene Geschichten, die mich in ihren Bann ziehen. Die mich der nächsten Lesegelegenheit entgegenfiebern lassen, die mir den Schlaf rauben. Andererseits kann ich mit den 1000 Varianten des Frauneentführensunddannimmernochbestialischerabschlachten nichts anfangen. Allerdings wird der 5. Provence- bzw. Normandie-Krimi auch irgendwann schal. Und mit bayrischen Brachialhumor à la Lederhosenkrimi hab ichs – ehrlich gesagt – auch nicht so. Insofern hat mich der Titel „Zuagroast“ eher abgeschreckt (Burgenländisch ist ja noch schlimmer als Bayrisch!). Aber dann habe ich Martina kennengelernt und war bei einer ihrer Lesungen. Zudem hat sie eine Rezension für diesen Blog geschrieben! Und außerdem ist das Buch auch noch wahnsinnig erfolgreich… Also her damit!

Ich werde die Geschichte hier nicht nacherzählen. Im allerweitesten Sinn geht es um weibliches Empowerment und (Selbst-)Wirksamkeit durch angewandte Pflanzenkunde. Das alles in einem (burgenländischen) Dorf, wo jedeR alles weiß bzw. zu wissen glaubt und damit ebenso häufig falsch wie richtig liegt. Politische Korruption spielt auch eine Rolle, aber das kennen wir aus dem realen Leben ja nur zu gut.

Was ich nicht so mag

Der Wikipedische Anteil ist mir zu ausgeprägt – das lasse ich für die Pflanzenkunde durchgehen, weil Gartenkrimi, aber wer der Hauptvertreter des Bauhaus-Stils war, weiß ich entweder oder es interessiert mich nicht. Auch Details zum Phänomen der Sarggeburt, die verschiedenen Fäulnisvorgänge inkl. platzender Hautblasen sind einfach too much information!

Und dann mag ich das Frauenbild nicht, das vermittelt wird. Die meisten Frauen werden entweder geschlagen, betrogen, verlassen, und/oder für komplett deppert gehalten. Ich glaub jetzt nicht, dass das am Land so viel ausgeprägter ist als in der Stadt, daher ist mir das Verhältnis zwischen Armutschkerln und coolen Frauen zu dürftig.

Was ich mag

Endlich mal ein Krimi aus der Perspektive einer Frau! D.h. Frauen werden „nur geschlagen, betrogen… s.o.“ aber nicht entführtundbestialischabgeschlachtet.

Ein spannender Plot, wunderbar flapsig geschrieben. Sehr viel Pflanzenwissen. Ein überraschendes Ende. Sehr viele lustige Einfälle – großartig die Szene am Ballonfest!

Fazit

Ich habs in Einem durchgelesen! Ich hab oft schmunzeln müssen und manchmal sogar laut gelacht! Und ja, ich hätte es gerne selbst geschrieben! Insofern: auf jeden Fall lesenswert. Und ein sehr schönes Cover hat es auch noch!

Martina Parker
Zuagroast
510 Seiten
Gmeiner Verlag
978-3-8392-0095-7

Erster Satz

Es war eine dieser pannonischen Sommernächte, in denen es einfach nicht abkühlte.

PS: Ich empfehle, zu einer von Martina Parkers Lesungen zu gehen. Die Geschichten, die sie rund um die Entstehung des Buches erzählt, sind mindestens so lustig wie das Buch selbst!

Willkommen in Fliederherz´neuem Zuhause!

Willkommen in Fliederherz´neuem Zuhause!

Foto von Caro Strasnik

Ich begrüße dich recht herzlich hier an meiner neuen Adresse. Der Umzug von der gratis url fliederherz.wordpress.com ist notwendig geworden, da die EU das Datenschutzabkommen mit den USA gekündigt hat. Websites, die von US-amerikanischen Firmen gehostet werden – egal wo der Server steht – sind nun nicht mehr datenschutzkonform.

Werbefrei

Dieser Blog wird nun von World4you in Österreich gehostet und ist jetzt auch werbefrei! Vielleicht ist dir das bisher gar nicht aufgefallen, aber manchmal hat das echt arg das Layout zerrupft. Außerdem habe ich als Inhaberin gar einen Einfluss auf die Inserate, die auf meinem Blog ausgespielt werden.

Es wird in Kürze die Möglichkeit geben, den Blog zu abonnieren. Da hat WordPress ein kleines Hoppala eingebaut, das es notwendig macht, auf eine Expertin zurückzugreifen.

A propos Expert*in

Danke an Gertrude Mauerbauer und Christian Finker von akaryon, die den Umzug einwandfrei und flott abgewickelt haben!

Auf bald

Ich freue mich auf deine Kommentare! (Bitte auch um Info, falls was doch nicht funktioniert!) Empfiehl fliederherz.at weiter!

In Bälde werde ich hier wieder über eine große Reise berichten. Stay tuned!