Laurent Gounelle – Les dieux voyagent toujours incognito

Laurent Gounelle – Les dieux voyagent toujours incognito

/ein Buch wie eine Psychotherapie/

Laurent Gounelle war ursprünglich Wirtschaftsprüfer. Dass er von zahlenfixierten Sesselpupsern nicht viel hält, merkt frau recht früh in Les dieux voyagent toujours incognito. Der Held – bzw. zunächst noch Antiheld -Alan steht am Eiffelturm und will springen. Ein mysteriöser Fremder hält ihn davon ab und verspricht ihm ein erfülltes Leben. Er müsse sich nur bestimmten Aufgaben stellen. Da Alan ohnehin nichts mehr zu verlieren hat, willigt er ein und begibt sich auf eine Entwicklungsreise, bei der er viele Dinge tun muss, die ihm überhaupt nicht liegen. Manchmal ist das ganz lustig. (Meistens eher nicht.)

Laurent Gounelles Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Das Cover sieht aus wie ein Schulbuch für Volkschüler_innen – genauso fühlte ich mich beim Lesen manchmal: geschulmeistert, für ziemlich dämlich bzw. ungebildet befunden. Dennoch habe ich weitergelesen, ein gewisser Spannungsfaktor war da. Vor allem wollte ich hinter Interesse des geheimnisvollen Wohltäters kommen…

Wer an mangelndem Selbstbewusstsein, Unfähigkeit zur Kritik leidet und stets die Bestätigung durch andere sucht, sich aber keine Psychotherapie leisten kann/will, der investiere in dieses Büchlein. Es wird ihm guttun. Mir persönlich kam die Botschaft zu platt rüber. Ich werde nicht gerne für einfältig gehalten. Und der Humor kam auch zu kurz. Allerdings hat sich das Buch in Frankreich großartig verkauft wie auch die anderen Romane von Laurent Gounelle…

Larent Gounelle Les Dieux voyagent toujours incognito
Laurent Gounelle
Les Dieux voyagent toujours incognito
Pocket, 2010
9782266219150
475 Seiten

Auf Deutsch heißt das Buch Gott reist immer icognito und ist im Goldmann Verlag erschienen.

Erster Satz:

La nuit douce et tiède m´enveloppait.

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